Im Poker um Karstadt zieht Highstreet alle Register. Eine Einladung von Investor Berggruen zu einem Gespräch über vorzeitige Mieteinigung lehnte das Vermieter-Konsortium ab - angeblich aus formalen Gründen.

Wenige Tage vor der Entscheidung über das Schicksal von Karstadt kommt der Investor Nicolas Berggruen immer mehr in Bedrängnis. Gestern hat das Vermieter-Konsortium Highstreet eine Einladung der Anwälte von Berggruen abgesagt.

Die Anwälte hatten für den kommenden Dienstag (31. August) zu einem Treffen in Düsseldorf mit dem Ziel eingeladen, die Mietverträge für die Warenhäuser noch vor dem für den 2. September angesetzten Treffen der Highstreet-Gläubiger zu unterzeichnen.

Unterzeichnung sei nicht möglich

Ein Highstreet-Sprecher begründete die Absage damit, dass eine solche Unterzeichnung unter dem Vorbehalt der Gläubiger-Zustimmung nicht möglich sei. Ein alternativer Termin vor dem Datum der Gläubiger-Versammlung sei von Highstreet nicht vorgeschlagen worden, sagte der Berggruen-Sprecher.

Ohne eine Einigung am 2. September kann das Essener Amtsgericht am folgenden Tag (3. September) die Annahme des Insolvenzplans für die Warenhauskette nicht abschließend billigen. Voraussetzung dafür ist eine Einigung zwischen Berggruen und den Vermietern, ohne die der von dem Investor bereits unterzeichnete Kaufvertrag nicht in Kraft treten kann.