Im Wettbewerb um Kaufhof muss Nicolas Berggruen einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem Medienbericht lehnt Eigner Metro das Angebot des Karstadt-Besitzers ab. Die besten Karten hat derzeit ein anderer Bieter.

Für Nicolas Berggruen dürfte es schwer werden, nach Karstadt auch den zweiten großen deutschen Kaufhauskonzern zu übernehmen. Denn sein Angebot für Kaufhof stößt bei der Konzernmutter Metro auf Ablehnung, schreibt das "Handelsblatt".

Die Zeitung beruft sich auf eine E-Mail, die die Metro-Experten für Fusion und Übernahmen vergangene Woche an Berggruen schickten mit dem Inhalt, dass dessen Offerte nicht weiter verfolgt werde. Für Metro sei unklar, wie der deutsch-amerikanische Investor die Kaufhof-Immobilien finanzieren wolle.

Metro zweifelt aber auch an Signa

Nach "Handelsblatt"-Informationen liegt das Immobilienunternehmen Signa von René Benko derzeit am besten im Bieterrennen um die Warenhauskette. Angeblich soll der Österreicher 2,4 Milliarden Euro für das Kaufhofgesamtpaket aus Immobilien und operativem Geschäft geboten haben. Hinter Benko stehen internationale Investoren, wie etwa der griechische Reeder George Economou.

Trotz dieser Offerte gebe es bei Metro auch Zweifel, ob Benko der Übernahme gewachsen ist, schreibt die Zeitung weiter.

Seit dem vergangenen Wochenende ist mit dem ehemaligen Karstadt-Chef Wolfgang Urban ein dritter Kaufhof-Interessent aufgetreten.  Bisher konnte kein Bieter Einblick in die Bücher der Warenhauskette bekommen. Am Freitag trifft sich der Metro-Aufsichtsrat.