In Berlin sucht Wirtschaftssenator Harald Wolf einen Investor für die Hertie-Häuser. Die drei Standorte sollen aus dem insolventen Kaufhauskonzern herausgelöst werden.

Für die Hertie-Kaufhäuser in Moabit, Schöneberg und Tegel will Wirtschaftssenator Harald Wolf (Die Linke) eine Sonderlösung finden und bemüht sich laut „Berliner Zeitung" um einen Investor, der die Standorte übernimmt.

Angesprochen wird dabei auch jenes Konsortium um den Investor Rolf Schuchardt, das an Hertie interessiert war, sich jedoch mit den Eigentümern nicht einigen konnte.

Dafür könnten die Hertie-Kaufhäuser in der Hauptstadt aus dem insolventen Kaufhauskonzern herausgelöst werden, kündigte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Roland Tremper. Ziel sei es, die 250 Arbeitsplätze zu retten.

Intensive Suche

Der Wirtschaftssenator lud die Gewerkschaft, die Hertie-Betriebsräte, den Handelsverband sowie die örtliche Handelskammer zu einem runden Tisch zum Thema Hertie ein. „Wir sind uns einig, intensiv nach einem Investor zu suchen", sagte Wolf.

Sollte die Investorsuche keine Lösung bringen, müssen die Häuser im Sommer schließen - genau so wie alle weiteren 51 Standorte von Hertie bundesweit. „Dann muss man eine Stellenbörse einrichten , um die Beschäftigten weiter zu vermitteln", regt der Berliner Handelsverbandschef Nils Busch-Petersen an.

Laut Busch-Petersen ist der Anteil der Warenhäuser am Berliner Handelsumsatz von 11,9 Prozent im Jahr 2003 auf 9,1 Prozent im vergangenen Jahr gesunken.