DirectBuy in den USA setzt auf visuelle Suche
DirectBuy in den USA setzt auf visuelle Suche
Die Monate Oktober und November sind in vielen Unternehmen traditionell von der Budget- und damit auch Projektplanung für das kommende Jahr geprägt. Wer noch keine hat, sollte in diesen Tagen also über seine Strategie in Sachen M-Commerce nachdenken. Wir liefern einige Denkanstöße.

App und Site sind gleichberechtigt

Sind es die Nutzer nun leid, Apps zu installieren, oder nicht? Regelmäßig tauchen Artikel auf, die diese These bestätigen oder eben auch widerlegen. Es ist wohl nicht falsch zu vermuten, dass Kunden, die nur gelegentlich bei einem Unternehmen kaufen, dessen App nicht installieren werden. Wer aber viel bei Tchibo, Amazon oder AboutYou einkauft, dürfte bereit sein, sich per App über das Angebot zu informieren oder Zusatzdienste zu nutzen.

Die beste Strategie lässt den Kunden wohl die Wahl, welchen mobilen Kanal er nutzen möchte. Diesen Ansatz setzen auch einige der größeren E-Commerce-Unternehmen um, deren App und mobile Website sich in Anmutung und grundlegenden Funktionen zunächst kaum unterscheiden. Vielmehr ist die App um zusätzliche Funktionen und Möglichkeiten erweitert.

InApp-Transaktionen

Tchibo, Starbucks und andere binden ihre Kundenbindungsprogramme in die Apps mit ein und erweitern diese um Transaktionsmöglichkeiten
Tchibo, Starbucks und andere binden ihre Kundenbindungsprogramme in die Apps mit ein und erweitern diese um Transaktionsmöglichkeiten
Unternehmen, deren Geschäftsmodell stark auf einer App beruht, gehörten zu den Vorreitern und haben ihre Apps längst um Transaktionsmöglichkeiten ergänzt (Lyft, MyTaxi). Das macht die Nutzung nicht nur komfortabler, sondern erhöht auch die Loyalität gegenüber der App. Es muss aber gar nicht immer die Bezahlfunktion sein. Ein Ansatz bei der Entwicklung einer M-Commerce-Strategie könnte in der Integration von Kundenbindungsprogrammen bestehen, wie es Starbucks oder auch Tchibo mit seiner Privatcard vormachen.

Verbindung von POS und Mobile

Knapp die Hälfte der Händler bietet in den USA bereits eine Verbindung zwischen POS und mobilen Geräten, Wie der Omnichannel Index aus den USA zeigt. Hierfür gibt es viele verschiedene Ansätze:

  • Der Kunde kann unterwegs die Verfügbarkeit von Artikeln in der nächstgelegenen Filiale einsehen.
  • Am POS ruft er mittels Barcode weitere Produktinformationen auf seinem Smartphone ab.
  • Der Kunde kauft nach Ladenschluss mit seinem Smartphone in einem interaktiven Schaufenster ein.


Local SEO ist inzwischen essentiell

Bei der Suche per mobilen Geräten auf den vorderen Plätzen aufzutauchen, kann ein großer Vorteil gegenüber Mitbewerbern sein. Suchmaschinenoptimierung für die lokale Suche sollten Sie in Ihrer Strategie umfassend berücksichtigen.

Local SEO sollte in der M-Commerce-Strategie auf jeden Fall eine Rolle spielen
Local SEO sollte in der M-Commerce-Strategie auf jeden Fall eine Rolle spielen

Visuelle Suche

Generell eröffnet die Verbindung zwischen Kamera des Smartphones auf der einen Seite und dem Shop auf der anderen Seite interessante Möglichkeiten. In den USA experimentieren Händler inzwischen intensiver mit der visuellen Suche (Neiman Marcus), entweder über Algorithmen oder in Form eines Concierge-Services (Direct Buy). Wenn dem Kunden unterwegs ein Produkt gefällt, nimmt er es auf und kann es anschließend direkt bestellen oder erhält ähnlich aussehende Alternativen.

Die Bandbreite nimmt zu

Eine schnelle Website anzubieten ist generell ein Vorteil, unabhängig von der Nutzung durch die Besucher. Bei der Entwicklung Ihrer mobilen Strategie dürfen Sie aber davon ausgehen, dass die Verfügbarkeit von schnellen mobilen Internetverbindungen (LTE, 4G) weiter zunehmen wird. Das eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, die technisch mehr Bandbreite erfordern (Stichwort Augmented Reality, Streaming etc.).