Eigentlich lief das vergangene Jahr ganz gut für die Bettenfachhändler. Sorge macht ihnen nur das Internet - vor allem bei Artikeln, die keiner Mode unterliegen.

Die deutschen Bettenfachhändler blicken auf ein "gutes Umsatzplus" im Jahr 2011 zurück: Vor allem Bettsysteme und Zudecken erzielten überdurchschnittliche Zuwachsraten, während sich die Bettwäsche schwerer tat, meldet der beim Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) angesiedelte Verband der Bettenfachgeschäfte (VDB).

Demnach stieg der Durchschnittsbon bei drei von vier Bettenfachhändlern; bei 22 Prozent blieb er unverändert und nur bei 2 Prozent fiel er. Die Kundenfrequenz ist 2011 bei immerhin 31 Prozent der Teilnehmer gestiegen, bei 42 Prozent unverändert geblieben und bei 28 Prozent gefallen.

Knapp jeder zweite befragte Bettenfachhändler hatte der Verbandsumfrage zufolge 2011 höhere Erträge als im Jahr zuvor. Bei 40 Prozent blieben die Gewinne stabil, jeder zehnte verzeichnete im vergangenen Jahr niedrigere Erträge. Für das laufende Jahr 2012 rechnen unterdessen 60 Prozent der Händler mit einem Umsatz-Plus, jeder dritte geht von stabilen Erlösen aus und 7 Prozent planen ein leichtes Minus ein.

Internet-Wettbewerb missfällt Händlern

Als aktuell größtes Problem bewerten 59 Prozent der Befragten den (Preis-)Wettbewerb im Internet. Dabei kritisiert VDB-Präsident Martin Wartig vor allem die "ausufernden Verkäufe" über Shopping Clubs: "Insbesondere zeitlose Artikel ohne modische Abwertungsrisiken dürfen nicht auf diesem Weg verramscht werden", mahnt der Verbandpräsident.

Als zweitgrößtes Problem nennt jeder zweite befragte Händler die allgemeine Kaufzurückhaltung, 43 Prozent den steigenden Kostendruck.

Der Verzicht auf Direktverkäufe in eigenen Stores oder im Internet – vor allem unter dem empfohlenen Verkaufspreis - ist mit 83 Prozent der am häufigsten genannte Wunsch des Bettenfachhandels an seine Lieferanten. Auf den folgenden Plätzen landet der Wunsch nach einem selektiveren Vertrieb mit 61 Prozent, nach mehr Unterstützung bei Werbung und Präsentation mit 59 Prozent und nach einer höheren Kalkulation mit 54 Prozent. Ebenfalls häufig genannt von den Umfrageteilnehmern wurden "schnellere Nachlieferung" mit 41 Prozent. "Informationen über Renner/Penner als Einkaufshilfe" wünschte sich jeder dritte befragte Bettenfachhändler.