Bislang wurde ein Großteil der Zahlungen im Internet über die herkömmlichen Zahlungsmittel wie Kreditkarte, Überweisung oder Nachnahme abgewickelt.

Bislang wurde ein Großteil der Zahlungen im Internet über die herkömmlichen Zahlungsmittel wie Kreditkarte, Überweisung oder Nachnahme abgewickelt. Bei Konsumenten liegt die Kreditkarte als Zahlungsmittel im Internet mit knapp 30% aller Transaktionen an führender Stelle, die traditionelle Überweisung folgt mit 26%, Lastschriftverfahren und Nachnahme machen 22 bzw. 13% der Zahlungstransaktionen aus. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden diese Bezahlverfahren ihre führende Rolle einbüssen. Insbesondere die Nachnahme wird nahezu verschwinden, während der Marktanteil der Kreditkarte auf unter 20% absinken wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Internet-Marktanalyst Forit in seiner neuen Studie "Bezahlen im Internet - Revolution auf Raten".

Für die Studie befragte Forit 154 aktive Internetnutzer. Darüber hinaus führten die Marktforscher Tiefeninterviews mit Softwareanbietern, Banken, Online-Shops und Internet-Experten.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist zum einen die multifunktionale SmartCard, die sowohl die Funktion einer Geldkarte, als auch einer elektronischen Debitkarte (ähnlich der heutigen EC-Karte) übernimmt. Zum zweiten werden Rechnungen im Internet zunehmend elektronisch versendet, präsentiert und auch bezahlt. Dieses integrierte Verfahren ist unter dem Begriff Electronic Bill Presentment and Payment (EBPP) bekannt. Laut Forit wird EBPP in den kommenden fünf Jahren einen Marktanteil von 15% im Unternehmensgeschäft und 20% im Endkundengeschäft erreichen. Die SmartCard wird bei Konsumenten einen Anteil von 22%, bei Transaktionen zwischen Unternehmen 8% einnehmen.

Welches Zahlungsmittel sich beim Internet-Einkauf durchsetzt, hängt für 98% der Verbraucher von dessen Sicherheit ab. Einfache Bedienung und Komfort sind für 83% bzw. 81% der Konsumenten sehr wichtig bzw. wichtig. SmartCards bieten Kunden und Händlern Sicherheit und eine große Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten. EBPP erleichtert den Prozess der Rechnungsstellung und -abwicklung für Händler erheblich. Die mögliche Verbindung von EBPP und Online-Banking bietet aber auch Verbrauchern ein optimales Rechnungs- und Bankingsystem.

Mit der zunehmenden Stärke von EBPP und der starken Konkurrenz von SmartCards geraten die Kreditkartenunternehmen zunehmend unter Druck. Kreditkartenunternehmen sollten daher die Kreditkarten durch die Integration eines Chips zu einem multifunktionalen Zahlungsmittel machen. Darüber hinaus müssen die Transaktionsgebühren gesenkt und Zahlungsgarantien für die Händler ermöglicht werden. (ST)


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