Im Schnitt hat jeder deutscher Biertrinker 2009 ein Liter weniger Gerstensaft getrunken. In den nächsten Jahren wird der Konsum weiter schrumpfen, prognostiziert der Brauerbund.

Immer weniger Deutsche trinken Bier: Im vergangenen Jahr sank der Absatz der Brauereien und Bierlager laut Statistischem Bundesamt auf 100 Millionen Hektoliter - das waren 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
 
Der Deutsche Brauerbund schätzt, dass 2009 der Pro-Kopf-Verbrauch von 111,1 Liter auf etwa 110 Liter gesunken ist. Weiter sagt der Verband, dass der Bierkonsum seit Jahren zurückgeht. Eine Ursache sei, dass die Bevölkerung immer älter werde, meint Sprecher Marc-Oliver Huhnholz. 

Weniger Menschen trinken weniger Bier

Zudem habe sich die Arbeitswelt verändert: Statt harter körperlicher Arbeit gebe es mehr Bürojobs, was den Bierkonsum ebenfalls senke. In jüngster Zeit hätten zudem das Rauchverbot in Gaststätten und die Wirtschaftskrise auf den Konsum gedrückt.

Für die kommenden Jahre erwartet der Verband, dass der Konsum weiterhin mit jährlich ein bis zwei Prozent abnimmt und sich dann bei rund 100 Liter pro Kopf und Jahr stabilisiert. Laut Brauerbund wird in Deutschland in 1.300 Brauereien und Gaststätten Bier gebraut.