Fußball-WM und die sommerlichen Temperaturen schafften in diesem Jahr optimale Voraussstzungen für die Brauereien. Dennoch fällt die Halbjahresbilanz nicht bei allen Biermarken positiv aus.

Die großen Brauereien in Deutschland haben einer Studie zufolge im ersten Halbjahr 2010 ganz unterschiedlich abgeschnitten. Von den 16 absatzstärksten Biermarken hätten zehn Zuwächse und sechs Rückgänge verzeichnet, berichtete das Fachmagazin "Inside".

Zwar hätten alle großen Biermarken im Juni von der Fußball-Weltmeisterschaft und hohen Temperaturen profitiert. Diese Impulse hätten aber nicht in jedem Fall ausgereicht, um Rückgänge der ersten fünf Monate auszugleichen.

Gemischte Bierabsatz-Bilanz

Veltins, Paulaner und Bitburger erzielten laut "Inside" im ersten Halbjahr 2010 Absatzzuwächse zwischen 6,0 und 6,4 Prozent. Unter den Marken mit Absatzrückgängen in Deutschland befänden sich Beck's und Hasseröder mit minus 6,5 beziehungsweise minus 6,0 Prozent.

Beide gehören zum weltgrößten Bierhersteller Anheuser Busch-Inbev. Das deutsche Tochterunternehmen des Brauriesen erklärte auf dpa-Anfrage, Schätzwerte wie die "Inside"-Zahlen nicht zu bewerten. Der Mutterkonzern gibt Halbjahresergebnisse am 12. August bekannt.

Bei den Ausschlägen nach oben und unten spielten nach Einschätzung des Fachmagazins verschiedene Faktoren eine Rolle. Einer davon seien die Aktionsangebote, die die Handelsketten erheblich ausgeweitet haben. Dadurch griffen die Verbraucher bei der einen oder anderen Marke verstärkt zu.

Hasseröder war im ersten Halbjahr 2009 gegen den Trend gewachsen und hat damit eine vergleichsweise hohe Ausgangsbasis. Die Marke Bitburger dürfte mit dem Werbeschwerpunkt Fußball am stärksten von der Weltmeisterschaft profitiert haben.