Im ersten Quartal 2009 sackte der flächenbereinigte Umsatz bei Bijou Brigitte ab. Trotz hoher Expansionskosten will der Modeschmuck-Händler weiter wachsen.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ging der flächenbereinigte Umsatz um knapp acht Prozent zurück, teilte der Vorstandsvorsitzende Roland Werner an diesem Dienstag mit. Nur dank der weiter laufenden Filialexpansion konnte der Konzernumsatz mit 76,1 Millionen Euro im ersten Quartal stabil gehalten werden.

Gleichzeitig stiegen die Kosten durch neue Filialen, so dass der Gewinn nach Steuern um 28 Prozent auf knapp neun Millionen Euro zurückging. Im ersten Quartal hat sich das Standortnetz auf 1.093 Filialen erhöht.

Expandieren in der Krise

Der Schmuckanbieter erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008 einen Konzernumsatz von 375,7 Millionen Euro. Damit wurde zwar der Vorjahreswert von 366,9 Millionen Euro um 2,4 Prozent übertroffen. Flächenbereinigt sank der Umsatz im Berichtsjahr jedoch um 4,9 Prozent. Das Filialnetz umfasste Ende vergangenen Jahres 1.085 Standorte.

Bijou Brigitte will die aktuelle Wirtschaftskrise zu weiterer Expansion nutzen. Im gesamten Jahr 2009 sollen 80 neue Filialen eröffnet werden - vor allem in Rumänien, Bulgarien sowie den baltischen Staaten.

Schmuck in der Krise gefragt

"An unserem erfolgreichen Geschäftsmodell ändert sich nichts", betonte Vorstandsvorsitzender Werner. "Der Wunsch, sich zu schmücken, bleibt auch in der Krise bestehen."

Der Konzern stehe "auf sehr gesunden Beinen" und sei "schuldenfrei und mit einer nach wie vor hervorragenden Eigenkapitalquote ausgestattet", sagte der Unternehmenschef.