Microsoft-Boss Bill Gates stellte letzten Donnerstag in Düsseldorf mit "Commerce Server 2000" und "BizTalk Server 2000" erstmals in Deutschland auf dem ".Net-E-Business-Summit" seines Unternehmens die neuen Software-Pakete für das E-Business vor.

Microsoft-Boss Bill Gates stellte letzten Donnerstag in Düsseldorf mit "Commerce Server 2000" und "BizTalk Server 2000" erstmals in Deutschland auf dem ".Net-E-Business-Summit" seines Unternehmens die neuen Software-Pakete für das E-Business vor.

Das Software-Unternehmen Microsoft will sich zu einem E-Business-Unternehmen wandeln. Die Basis dafür sollen die beiden Softwarepakete "Commerce Server 2000" und "BizTalk Server 2000" bilden. Mit dem Commerce Server 2000 können Unternehmen Online-Shops aufbauen. Die Software BizTalk Server 2000 kann verschiedene Computersysteme über das Internet miteinander verbinden. Unternehmen können damit ihre Daten zum Beispiel mit Zulieferern austauschen und Geschäftsprozesse automatisieren.

Eine deutschsprachige Version werde in etwa vier Wochen folgen. Während der Commerce Server 2000 das bisherige Microsoft-Produkt Site Server 3.0 Commerce Edition ablöse, handelt es laut Microsoft beim BizTalk Server 2000 um eine neue Software. Die beiden Softwarelösungen sollen Microsoft dazu verhelfen, in neue Marktsegmente vorzustoßen. Als bedeutende Konkurrenten sieht Microsoft in diesem Segement IBM mit seiner Software-Plattform Websphere und auch Intershop.

BizTalk Server 2000, ein neues Produkt aus der Reihe der .NET Enterprise Server, stellt die Infrastruktur zur Integration und Organisation von Applikationen und Geschäftsprozessen bereit. Auf Basis des Standards Extensible Markup Language (XML) können Unternehmen unabhängig von den eingesetzten Datenformaten sowohl intern als auch mit Geschäftspartnern Dokumente austauschen. Zusätzlich verfügt der BizTalk Server 2000 über eine leistungsstarke Organisationstechnologie, die die End-to-End-Automatisierung von Geschäftsprozessen im Internet ermöglicht.

Der Commerce Server 2000 ist das neue Sell-Side-System zur Entwicklung und Verwaltung von E-Commerce-Sites. Mit ihm bietet Microsoft mittlerweile die vierte Generation von E-Commerce-Technologien an und ergänzt die Palette der .NET Enterprise Server um eine hoch leistungsfähige Shop-, Analyse- und Business-Management-Lösung. Das Produkt, dessen Preis sich aus einem prozessorbasierten Preismodell ergibt, kommt in Deutschland voraussichtlich noch im Februar 2001 auf den Markt.

Microsoft-Gründer Bill Gates sieht E-Business noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten. Noch nicht einmal die Hälfte des Potenzials sei ausgeschöpft. Auf die Frage von CYbiz, wie er die Entwicklung der Dotcoms mit ihren zahlreichen Pleiten kommentiere, antwortete Gates, dass dieser Prozess eigentlich positiv sei. Denn damit sei endlich die Zeit des Goldrausches vorbei. Schließlich seien die extrem hohen Bewertungen reiner Internet-Companies nicht gerechtfertig gewesen, denn das Internet führe zur mehr, nicht zu weniger Wettbewerb. (RS)


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