Trotz Wirtschaftskrise und höherer Preise - auf Bioprodukte wollen die Verbraucher nicht verzichten. Der Umsatz mit "gesunden" Lebensmitteln ist auch im vergangenen Jahr gestiegen.

Im Jahr 2008 ist der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln um etwa zehn Prozent auf rund 5,8 Milliarden Euro gewachsen, teilte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am Mittwoch in Berlin mit und berief sich auf eine Schätzung der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle.

"Dieses Wachstum zeigt, dass nach wie vor große Potenziale für die Ökologische Lebensmittelwirtschaft bestehen", so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. Laut Verband ist auch die Zahl der Bio-Bauernhöfe erneut gestiegen und erreicht nun rund 19.800 und damit gut 1.100 mehr als 2007. Etwa jeder zwanzigste Betrieb ist demzufolge ein Biohof.

Herausforderung für kleine Läden

Im Handel geht der Trend den Angaben zufolge anstelle kleiner Naturkostläden weiter zu Bio-Supermärkten mit großem Sortiment. So nahm die Zahl der Bio-Supermärkte 2008 um 50 zu, gleichzeitig stagnierte die Gesamtzahl der Bio-Fachmärkte. Die Verkaufsfläche wuchs insgesamt um 36.750 Quadratmeter.

Die kleineren Bio-Läden stehen vor besonderen Herausforderungen: sie wachsen, weichen oder entwickeln sich zu beratungsstarken Spezialitätengeschäften. Manon Haccius, Leiterin des Bereichs Qualitätsmanagements bei Alnatura ist sich sicher: "Der Markt bietet für alle Bio-Fachhändler gute Perspektiven, wenn es ihnen gelingt, professionell und beweglich auf die Wünsche ihrer Kunden einzugehen."