Der Bio-Fachhandel hat im ersten Quartal dieses Jahres erneut zugelegt. Für den Branchenverband ist der Erfolg auf eine Kampagne zurückzuführen.

Bio boomt weiter. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz in Bio-Fachgeschäften und -Supermärkten (nicht flächen- und preisbereinigt) um durchschnittlich 9,1 Prozent, teilt der Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel (BNN) mit.

Der erfolgreichste Monat war der März mit 14,4 Prozent Zuwachs, gefolgt vom Februar mit einem Plus von 6,3 Prozent und dem Januar mit vier Prozent.

Besonders gut verkauften die Fachhändler im ersten Quartal Produkte aus dem Trockensortiment. Hier stieg der Umsatz sogar zweistellig um 10,8 Prozent. Im Frischbereich konnte ein Plus von 8,2 Prozent verbucht werden. Nach Angaben des Verbandes hätten alle Betriebstypen des Naturkostfachhandels - vom Hofladen bis zum Bio-Supermarkt - vom Zuwachs profitiert. 

Discounter und Supermärkte verlieren

Das von der Kommunikationsberatung Klaus Braun (Speyer) ermittelte Umsatzplus hingegen liege mit 4,3 Prozent niedriger als die BNN-Zahlen. Dies erkläre sich dadurch, dass für das Umsatzbarometer nur Zuwächse auf bestehender Fläche berücksichtigt werden, während der BNN auch den Umsatz berechnet, der in jüngst eröffneten oder vergrößerten Geschäften erzielt wird.

Im Gegensatz dazu mussten laut Verband konventionelle Discounter und Supermärkte für ihre Bio-Sortimente zuletzt ein Umsatzminus hinnehmen. Experten führen das darauf zurück, so der BNN, dass der Lebensmittelhandel es versäumt habe, den Vorteil des Bio-Sortiments ganzheitlich und umfassend zu kommunizieren und zu erläutern, was Bio auf verschiedenen Ebenen tatsächlich leistet.

"Das erfolgreiche erste Quartal im Fachhandel ist auch ein Erfolg unserer bundesweiten Kampagne 'Bio kann mehr', an der sich mittlerweile mehr als 440 Fachgeschäfte beteiligen", sagt BNN-Geschäftsführerin Elke Röder.