Nach Jahren der Rückschläge und enttäuschten Erwartungen bestehen nun realistischere Aussichten, dass sich die Milliardeninvestitionen in die Entwicklung der Bluetooth-Technologie auch auszahlen.

Eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan rechnet für 2001 mit dem Absatz von weltweit über 1,2 Mio. Bluetooth-fähigen Geräten. Dies würde einem Jahresumsatz von mehr als 862 Mio. US-Dollar für den Gesamtwert der Produkte entsprechen. Bis 2007 soll die jährliche Stückzahl die Milliardengrenze überschreiten und der weltweite Gesamtumsatz auf über 318 Mrd. US-Dollar ansteigen.

Nach Jahren der Rückschläge und enttäuschten Erwartungen bestehen nun nach Ansicht der Unternehmensberater realistischere Aussichten, dass sich die Milliardeninvestitionen in die Entwicklung der Bluetooth-Technologie auch auszahlen. Bisher scheiterte eine breite Markteinführung an technischen Problemen und den hohen Kosten, nun aber erobert Bluetooth handfeste Anwendungsbereiche. Wichtige Schritte auf dem Weg zum Erfolg waren im Jahr 2001 die Entwicklung der ersten echten Ein-Chip-Lösungen, die sinkenden Kosten der Subsysteme und die Einführung von Geräten, die der Bluetooth-Spezifikation 1.1 entsprechen. Damit ist trotz weiter anhaltender Probleme mit Interferenz, Interoperabilität und Sicherheit der Durchbruch markiert. Auf dieser Basis lässt sich die Kundenakzeptanz ausbauen und die Entwicklung der nächsten Produktgeneration vorantreiben.

Bluetooth als Industriestandard existiert erst seit dem Jahr 1998. Im Vergleich zu anderen Technologien, die zehn oder mehr Jahre für ihre Entwicklung brauchten, hat Bluetooth damit spektakuläre Fortschritte gemacht. Dennoch hatten frühere Prognosen von Frost & Sullivan den für die Markteinführung erforderlichen Zeitraum noch etwas unterschätzt. Auch die gegenwärtige globale Konjunkturabschwächung zwingt die Unternehmensberatung zu einer Korrektur ihrer Vorhersagen.

In Europa ist das Handy die wichtigste Anwendung, auch wenn die größeren Handyanbieter noch mit der breiten Einführung zögern. Die führenden Unternehmen sind hier Red-M, Bluetags, Norwood Systems, Cambridge Silicon Radio, Digianswer, Ericsson und Parthus Technologies. Der Absatz Bluetooth-fähiger Handys soll im Jahre 2007 weltweit 547 Mio. Stück erreichen, was einem Umsatz von 88 Mrd. US-Dollar entspricht.

In Nordamerika sind Computer- und Telekommunikationsausrüster wie Palm, 3Com, Motorola und Compaq und Chiphersteller wie Transilica, Zeevo, Texas Instruments und Agere Systems am stärksten im Bluetooth-Markt engagiert.

In Asien liegen tragbare Computer als wichtigster Anwendungsbereich vor Mobiltelefonen. Von Unternehmen wie UMC und TSMC kommt ein Großteil der weltweiten Bluetooth-Chipproduktion, während TDK Group, ALPS, Taiyo Yuden, OKI Semiconductor und andere externe Komponenten und Module liefern.

Interesse besteht auch in Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten. Damit erweist sich Bluetooth nach Ansicht von Forst & Sullivan als wirklich globale Technologie. Weltweit haben sich inzwischen über 2.500 Unternehmen der Bluetooth Special Interest Group angeschlossen. (ST)


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