Der befürchtete Umsatzeinbruch auf dem Spielemarkt ist 2009 ausgeblieben. Als krisenresistent erwiesen sich im vergangenen Jahr Konsolenspiele. Allerdings gab es auch zwei große Verlierer.

Die deutsche Branche für Videospiele musste 2009 nur einen kleinen massiven Rückschlag verkraften: Im vergangenen Jahr wurden 55,4 Millionen Spiele verkauft und damit 200.000 Stück weniger als 2008, teilte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) mit. Der Umsatz sank auf 1,53 Milliarden Euro nach zuvor 1,56 Milliarden Euro.

Bei fast gleichbleibenden Stückzahlen bedeute dies ein leichtes Umsatzminus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sei auf einen Preisverfall um zwei Prozent zurückzuführen, so der Branchenverband. Von diesem erheblichen Absinken der Preise für Videospiele hatte schon vor einigen Wochen Otto E. Umbach, Chef der Verbundgruppe Idee & Spiel gesprochen.

Marktanteil von Videospielen wächst

Als besonders krisenfest erwies sich die Unterhaltungssoftware für die stationären Videospielkonsolen Nintendo Wii, Sony PlayStation 3 und Microsoft Xbox 360. Mit einem Zuwachs von 22 Prozent konnte die aktuelle Konsolengeneration massive Marktanteile hinzugewinnen.

Eingebrochen sind dagegen die Umsätze bei Spielen für mobile Spielkonsolen (minus 24 Prozent) sowie bei den PC-Spielen (minus 11 Prozent).