Im Bundesland Bremen ist es seit dem 01.10.2001 möglich, Anträge für das gerichtliche Mahnverfahren über das Internet zu stellen. Maßgeblich an der Entwicklung zweier Verfahren ist die bremen online services GmbH & Co KG.

Im Bundesland Bremen ist es seit dem 01.10.2001 möglich, Anträge für das gerichtliche Mahnverfahren über das Internet zu stellen. Maßgeblich an der Entwicklung zweier Verfahren ist die bremen online services GmbH & Co KG.

Zum einen hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Amtsgericht Bremen und der phinware Software und Beratung AG das interaktive Antragsformular "OptiMahn" entwickelt. Zunächst ist es noch erforderlich, den fertigen Antragsdatensatz in einen amtlichen Vordruck zu drucken und per Post an das Amtsgericht Bremen zu schicken. Ab Anfang 2002 wird der Medienbruch endgültig beseitigt. Dann kann der Antrag signiert und verschlüsselt über das Internet übermittelt werden.

Mit Hilfe der Mahnsoftware wird jede der Angaben auf ihre Plausibilität überprüft. Ferner steht eine interne Hilfe zur Verfügung, die die komplizierten amtlichen Ausfüllhinweise sinnvoll ergänzt. Nach dem Ausfüllen wird dem Anwender der vollständige Datensatz noch einmal angezeigt. Dann kann der Datensatz aus der Anwendung heraus in den amtlichen Vordruck gedruckt. Zu beachten ist, dass seit dem 01.10. nur noch die speziellen Antragsvordrucke für das automatisierte Mahnverfahren vom Amtsgericht Bremen akzeptiert werden. Sie sind wie die alten Vordrucke im Schreibwarenhandel erhältlich. Voraussetzung zur Nutzung der Software ist das Vorhandensein des Microsoft Internet Explorers (ab Version 5.0) und die Aktivierung von JavaScript. Weiterhin benötigt OptiMahn die Berechtigung, einen Session-Cookie setzen zu können. Für die Druckausgabe des Antrages muss der Acrobat Reader installiert sein.

Bei dem zweiten Verfahren handelt es sich um die Lösung "ProfiMahn". Mit ihrer Hilfe können die mit einer Mahnsoftware erstellten Mahndatensätze schon jetzt per Internet an das Amtsgericht geschickt und Mitteilungen des Amtsgerichts aus dem elektronischen Postfach abgeholt werden. Zur Nutzung dieser Lösung ist es zusätzlich notwendig, sich eine EDA-Kennziffer vom Amtsgericht zuteilen zu lassen, eine geeignete Signaturkarte zur Verschlüsselung zu besitzen, den geeigneten Kartenleser zu haben und das ProfiMahn-Modul sowie den Java Web-Start installiert zu haben.

Die neuen Verfahren ermöglichen die maschinelle Weiterverarbeitung der eingereichten Mahnanträge. Somit dienen sie nicht nur der Justiz, sondern auch dem Antragsteller: "Durch die konsequente Nutzung des Internets können Anträge zukünftig bequemer, kostengünstiger und schneller gestellt werden", sagt Andreas Bovenschulte, Projektleiter bei der bremen online services GmbH & Co KG.(AP)


FIRMENPROFIL:

Die bremen online services GmbH & Co KG wurde im Sommer 1999 als privat-öffentliche Gesellschaft gegründet. Mehrheitseigentümerin ist die Freie Hansestadt Bremen. Die bos KG entwickelt und realisiert E-Government-Lösungen für Bund, Länder und Kommunen auf der Basis moderner Signatur- und Verschlüsselungstechniken und unter Einbindung elektronischer Bezahlsysteme. Abgedeckt wird das ganze Spektrum der öffentlichen Verwaltungstätigkeit - vom Meldewesen bis zur Vergabe öffentlicher Aufträge.


KONTAKT:

bremen online services GmbH & Co KG
Dr. Andreas Bovenschulte
Am Fallturm 9
28539 Bremen
Tel. 0421-204950
Fax 0421-2049511
E-Mail: info@bos-bremen.de
Internet: www.bremer-online-service.de