Gestiegene Getreide- und Energiepreise machen sich bemerkbar. Verbraucher müssen für Backwaren bald tiefer in die Tasche greifen.

Steigende Preise für Brot und Brötchen kündigte der Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien, Helmut, Klemme, am Donnerstag in Frankfurt an. Um die höheren Rohstoffkosten auszugleichen, müsse der Preis für Backwaren um 3 Prozent steigen, rechnet der Verband vor.

Die Preise  für einige Getreidesorten hätten sich 2010 nahezu verdoppelt und stiegen auch in diesem Jahr weiter.

Wettbewerb entscheidet über Höhe der Preiszuschläge

"Ein Anstieg bei den Rohstoffpreisen wird aber nicht eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben", sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschlands, Kai Falk. Um wie viel der Preis für Backwaren steigen werde, entscheide letztlich der Wettbewerb.

Erst kürzlich hatte bereits der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks auf steigende Kosten für Getreide und Energie aufmerksam gemacht, aber keine Aussagen zur Preisentwicklung getroffen. Klemme sprach davon, dass die Preise auch für Fette, Butter und Hefe nach einem deutlichen Anstieg im vergangenen Jahr weiter nach oben geklettert seien.

Die Rohstoffe machen bei Filialbäckereien einen Anteil von bis zu 30 Prozent des Verkaufswertes aus, im Einzelhandel sogar bis zu 60 Prozent.