Diese Woche soll es richtig brummen, hoffen die Buchhändler. Denn in diesem Jahr warten viele Deutschen offenbar bis zur letzten Minute mit dem Buchkauf. Ken Folletts neuer Roman ist unterdessen der Kassenschlager.

Viele Kunden warten offenbar bis zuletzt mit den Weihnachtseinkäufen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden in der Woche vor dem vierten Advent 2 Prozent weniger mit Büchern umgesetzt, wie aus den aktuellen Marktdaten der Fachzeitschrift Börsenblatt, Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel, hervor geht.

Besonders umsatzstark in der vergangenen Woche war demnach der Samstag - Buchhandlungen mit langen Öffnungszeiten machten hier ein gutes Geschäft. Wie schon in den beiden Vorwochen sorgten jedoch Schnee und Eis dafür, dass viele Kunden zu Hause blieben. Weil die Woche vor Heiligabend in diesem Jahr immerhin einen Geschäftstag mehr hat, blicken die Buchhändler deshalb optimistisch auf die letzten Tage vor Weihnachten.

Ken Follett stürmt die deutsche Bestsellerliste

Unangefochten auf Platz eins der meistgenannten Titel in der Warengruppe Belletristik ist Ken Folletts "Sturz der Titanen" (Lübbe). Auch der Roman "Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten" von Kerstin Gier (Arena) verkaufte sich sehr gut. Davon abgesehen sorgte eine Vielzahl kleinerer Titel für den Umsatz unter den belletristischen Büchern.

Unter den Sachbüchern ragte auch in der Vorweihnachtszeit noch immer "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin (DVA) als Toptitel heraus, gefolgt von "Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt" (Loki Schmidt/Reiner Lehberger, Hoffmann und Campe). Ebenfalls oft nachgefragt waren "Life" von Keith Richards (Heyne) und - nicht mehr ganz so begehrt wie zu Beginn der Adventszeit - Peter Seewalds Gespräche mit Papst Benedikt XVI. ("Licht der Welt", Herder).