Die Chancen dafür, dass Sie diesen Artikel in einem Büro lesen, stehen nicht schlecht. Nach einer aktuellen Erhebung existieren in Deutschland 17,6 Millionen Büroarbeitsplätze. Und hier werden Papier, Schreibwaren und Büroartikel benötigt. Ein Markt, für den jüngst aktuelle Zahlen veröffentlicht werden.

Das IFH Köln und die BBE Handelsberatung legen einen aktuellen Branchenreport für den PBS-Markt vor (Papier, Büroartikel und Schreibwaren). Und dort sind Pure Player noch absolut unterrepräsentiert.

Milliardenmarkt mit wenig Wachstum

Im vergangenen Jahr wurden mit PBS-Artikeln in Deutschland 12,8 Milliarden Euro umgesetzt. Allerdings sind die Gesamtaussichten doch eher trübe. Die Studie geht davon aus, dass der Markt eher stagniert und bis zum Jahr 2020 durchschnittlich um 0,05 Prozent wachsen wird. Die Digitalisierung lässt grüßen, denn einige Warengruppen verloren gegenüber dem Vorjahr deutlich im zweistelligen Bereich. Aber wer hat im Zeitalter von Smartphones und digitalen Zeitplanern auch tatsächlich noch Bedarf an Tisch- und Wandkalendern? Übrigens entfallen fast 50 Prozent der Umsätze auf Papiere jeglicher Art. Gedruckt wird bekanntlich ja immer noch, trotz aller Utopien von papierlosen Büros.

Vom Fachhandel dominiert - wenig Chancen für Pure Player

Der PBS-Markt wird vom Fachhandel dominiert, der einen Marktanteil von fast 40 Prozent besitzt. Und der Fachhandel rüstet laut dem Branchenreport auch online auf und bietet seinen (Firmen-) Kunden zunehmend die Option, die Waren auch online zu kaufen. Da gibt es wenig Spielraum für Pure Player. Sie besitzen derzeit lediglich einen Marktanteil von 1,7 Prozent und dürften es in Zukunft auch weiterhin, gerade auch gegenüber globaler Konkurrenz wie Staples schwer haben. Das Unternehmen wollte in den USA den schärfsten Wettbewerber, Office Depot, übernehmen. Die Fusion wurde aber vor wenigen Tagen von einem US-Gericht gestoppt.

Der Branchenreport kann hier abgefordert werden.