Der Bürokratieabbau, den sich die Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben hat, kommt bei den deutschen Unternehmen nicht an.

Der von der großen Koalition mit den Gesetzen zur Entlastung des Mittelstands und dem Normenkontrollrat angestrebte Bürokratieabbau kommt in den Betrieben bisher kaum an. Dies ergab eine aktuelle Studie der Haufe Mediengruppe zur Bürokratiebelastung im deutschen Mittelstand.

Nur zwei Prozent sprechen von finanziellen Entlastungen

Nur zwei Prozent der Firmenchefs spüren demnach eine finanzielle Entlastung von den Bürokratiekosten. Die Studie, für die 713 mittelständische Unternehmen befragt wurden, zeigt auf, dass das Regierungskonzept zwar in die richtige Richtung weist, dass aber größere und wirksamere Schritte nötig sind, um kleine und mittlere Firmen spürbar zu entlasten.

Vor allem stöhnen die Firmenchefs unter der Pflicht zur Jahresabschlusserstellung, Offenlegung und Prüfung sowie der Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge. Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, wo die Unternehmer noch Entlastungspotenzial sehen und an welchen Stellen die Politik ihr Konzept deshalb nachbessern könnte: So verlangen mehr als 70 Prozent der Befragten, dass komplizierte Vorschriften vereinfacht und hinderliche Gesetze abgebaut werden sollen.

Unternehmer rechnen mit weiterer Verschlechterung

92 Prozent der befragten Firmenchefs halten das Thema Bürokratie für wichtig. Und die Bedeutung nimmt weiter zu. Das Vertrauen in die Politik ist es bei den mittelständlischen Unternehmen allerdings nicht allzu ausgeprägt: Fast zwei Drittel der Studienteilnehmer befürchten, dass die Bürokratiebelastung in Zukunft wachsen wird.

Die vollständige Studie können Sie einsehen.