Der Beirat der Initiative D21 unter Vorsitz von Bundeskanzler Gerhard Schröder zieht eine positive Bilanz seiner vierjährigen Arbeit. Gleichzeitig wurden die neuen Arbeitsschwerpunkte der Initiative festgelegt.

Der Ausbau der IT-Infrastruktur besonders in den ostdeutschen Ländern, die Förderung von Public-Private-Partnership-Projekten (PPP) sowie eine Breitband-Initiative für ganz Deutschland sind die Schwerpunkte für die Initiative D21, deren Beirat am Mittwoch in Berlin unter Vorsitz von Bundeskanzler Gerhard Schröder getagt hat. Schröder lobte, die Initiative habe schon wichtige Impulse für die Fortentwicklung der Informationsgesellschaft in Deutschland gegeben. "Wir werden auch künftig in einer engen und konstruktiven Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft die Weichen für eine bildungs-, standort- und gesellschaftspolitisch sinnvolle Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien stellen", sagte der Bundeskanzler nach der Sitzung.

Der Beirat beschloss unter anderem, die Entwicklung der Informationsgesellschaft mit einer Reihe von Maßnahmen weiter voranzubringen. So sollen 2002 insbesondere die ostdeutschen Länder beim Ausbau der IT-Infrastruktur noch stärker unterstützt werden. Außerdem wollen Bundesregierung und Wirtschaft im Rahmen einer deutschen Breitband-Initiative gemeinsam die Nutzung von Breitbandtechnologien voranbringen und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sichern und weiter ausbauen.

In einer Bilanz seiner vierjährigen Arbeit stellte der Initiative-D21-Beirat fest, dass Staat und Wirtschaft einen erfolgreichen Weg eingeschlagen hätten: So setzen sich die neuen Medien durch, finden Akzeptanz in der Gesellschaft und haben Einzug in den deutschen Alltag gehalten. Seit Herbst 2001 sind alle Schulen mit einem Internetzugang ausgestattet - im Vergleich zu nur rund 15% noch 1998. Rund 40% aller Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahren verfügen inzwischen über einen Onlineanschluss. Dazu hätten zahlreiche D21-Mitgliedsfirmen durch ihr Engagement mit Sponsoring-Projekten beigetragen. Die "Initiative D21" hat sich nach eigenen Angaben seit 1999 zum größten Private-Public-Partnership in Deutschland entwickelt.

Auf der Grundlage dieser erfolgreichen Zusammenarbeit werde die Initiative auch weiter die Informationsgesellschaft Deutschland mitgestalten. Ziel sei es, die Teilhabe der Menschen an den Chancen des Internets weiter auszubauen und gleichzeitig die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu stärken. (ST)

HINTERGRUND:

Die Initiative D21 e.V. ist ein Zusammenschluss von über 300 Unternehmen mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft in Deutschland zu beschleunigen und die Chancen für Wachstum und Beschäftigung zu nutzen.


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