Der Nächste, bitte: Nach dem Wurstkartell hat es jetzt die Matratzenhersteller erwischt. Das Bundeskartellamt will laut einem Medienbericht Bußgelder gegen Lieferanten verhängen.

Das Bundeskartellamt will nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" Bußgelder gegen Matratzenhersteller erlassen. Die seit drei Jahren laufenden Ermittlungen hätten ergeben, dass die Produzenten verbotenerweise Preise abgesprochen hätten, berichtet das Blatt. Ein Sprecher der Behörde in Bonn wollte sich dazu nicht äußern, weil es um ein noch laufendes Verfahren gehe.

Laut "Bild am Sonntag" sollen die Bußgeldbescheide noch im August erlassen werden. Welche Firmen es trifft, bleibt offen. Anfang August 2011 hatte das Kartellamt neun Standorte in vier Bundesländern durchsuchen lassen. Anlass war der Verdacht der Preisabsprache. Es bestand zudem laut damaliger Mitteilung des Kartellamts der Verdacht, dass die Hersteller Händlern Nachteile angedroht oder zugefügt hätten oder Vorteile versprochen oder gewährt hätten, um sie zur Einhaltung bestimmter Mindestpreise beim Weiterverkauf von Matratzen anzuhalten.

Merkwürdige Gepflogenheiten

Ein Auslöser der Ermittlungen ist der Online-Matratzenhändler Adam Szpyt, der 2012 auch in der Öffentlichkeit über merkwürdige Gepflogenheiten der Branche redete. In der aktuellen Ausgabe von Der Handel sprach Spzyt davon, wie er seitdem unter Druck gesetzt werde mit Strafanzeigen und Abmahnungen. "Die Branche versucht uns fertig zu machen."

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