Die Modekette C&A hat im vergangenen Jahr trotz Niedrigpreisen und vielen neuen Filialen kein Umsatzwachstum erzielt. Im laufenden Geschäftsjahr möchte das Unternehmen weiter expandieren.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 (Ende Februar) stagnierte der Europa-Umsatz von C&A bei 6,303 Milliarden Euro. Dabei spielten aber auch Wechselkurseffekte in Osteuropa eine Rolle, teilte das Unternehmen am heutigen Mittwoch in Düsseldorf mit.

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2008/2009 im Vergleich bei 6,301 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte der drittgrößte Modehändler Europas noch ein deutliches Umsatzwachstum von 3 Prozent erzielt.

Das Familienunternehmen betonte, dass der Bekleidungsmarkt in Europa deutlich rückläufig gewesen sei. Im Kernmarkt Deutschland stieg der Umsatz um 0,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro und der Marktanteil leicht auf 9 Prozent. Dagegen sank der Umsatz in mehreren westeuropäischen Ländern wie Spanien und Frankreich.

Mehr Filialen, mehr Online

Im laufenden Geschäftsjahr 2010/2011 möchte das Unternehmen rund achtzig neue Filialen eröffnen. Geplant ist zudem, in das bestehende Filialnetz zu modernisieren und sowie in die interne Infrastruktur zu investieren. C&A setzt auch auf neue Produkte und den Online-Vertrieb.

Entgegen ihrer Ankündigung vor knapp einem Jahr steigt die Modekette doch nicht aus dem Bankgeschäft aus. Die C&A-Bank bleibe Bestandteil der Gruppe. Bei einer Sondierung des Marktes habe es zwar mehrere Kaufinteressenten gegeben. Man habe sich aber letztlich gegen die Veräußerung der Bank mit dem Namenszug der Modekette entschieden.

Zugleich kündigte C&A an, die Finanzdienstleistungen ausbauen zu wollen. Das Unternehmen bietet Sparbriefe, Dispo- und Ratenkredite sowie Versicherungen an.

Die C&A-Bank, die Ende 2006 gegründet worden war, werde Ende des laufenden Geschäftsjahres die Gewinnschwelle erreichen. 2009 waren als ein Grund für die Trennungsabsichten die veränderten Rahmenbedingungen im Finanzmarktgeschäft genannt worden.