Die Textilkette C&A setzt europaweit 6 Milliarden Euro um und will in den nächsten drei Jahren bis zu 300 neue Filialen eröffnen. In Deutschland plant das Unternehmen 30 neue Standorte. 

Der Bekleidungshändler will in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt rund 600 Millionen Euro investieren. Außerdem sollen in dem Zeitraum europaweit etwa 250 bis 300 neue Filialen eröffnet werden. Das teilte das Familienunternehmen an diesem Mittwoch in Düsseldorf mit.

Allein in Deutschland sind 2009 etwa 25 bis 30 zusätzliche Filialen vorgesehen. Hinzu kommen 14 Filialumzüge an neue Standorte innerhalb von Städten. "Wir sind an einem langfristigen Wachstum von C&A interessiert", sagte Andreas Seitz, Mitglied der Europa-Geschäftsführung.

Ausbau des Online-Geschäfts und Modernisierung der Filialen

Das nicht börsennotierte Familienunternehmen investiere in neue Häuser, in die Modernisierung bestehender Filialen, neue Kollektionen, den Ausbau des Online-Geschäftes und in den Handel mit Finanzprodukten. Bereits in den vergangenen drei Jahren habe C&A rund 700 Millionen Euro in Europa investiert. Das Filialnetz umfasst aktuell 1.337 Standorte.

Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 stieg der europaweite Umsatz um drei Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. In Deutschland nahm der Umsatz um 0,6 Prozent auf 2,95 Milliarden Euro zu. C&A betonte, dass der Zuwachs in einem deutlich rückläufigen Markt gelungen sei.

In den Deutschland-Umsatz floss auch der im September gestartete Online-Verkauf von Bekleidung mit ein. In Frankreich und den Niederlanden ging der Umsatz zurück, weil Filialen umgebaut wurden. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben.

Auf dem Weg zum Ökoprimus

Vor einigen Wochen hatte C&A angekündigt, sein Umweltschutzprogramm zu verstärken. Der Modehändler habe das Ziel, in Umweltschutzfragen zu den fünf besten Einzelhandelsunternehmen in Europa zu zählen", sagte Unternehmenssprecher Thorsten Rolfes.