Der Handelskonzern REWE erwartet im laufenden Jahr ein stabiles Lebensmittelgeschäft. „Die Supermärkte laufen sehr gut", freut sich Konzernchef Alain Caparros.

Die Umstellung verschiedener Supermarktketten des Konzerns wie Minimal und Otto Mess auf die einheitliche Marke REWE habe einen größeren Schub gebracht als erwartet.

Auch im Discountgeschäft habe das Unternehmen mit der Tochter Penny, die mehr als 300 Plus-Filialen übernommen hat, Wachstumspläne. Gleichwohl werde 2009 ein schweres Jahr. Im Touristikgeschäft (ITS, Dertour) seien in den vergangenen beiden Monaten Rückgänge verzeichnet worden.

Umsatzsprung auch dank Zukäufe

Der Kölner Konzern erzielte 2008 einen Umsatzsprung. Die Erlöse stiegen um 12Prozent auf 35,7 Milliarden Euro. Das Wachstum sei je zur Hälfte aus dem bestehenden Geschäft und durch Zukäufe entstanden.

REWE hatte unter anderem die Supermarktkette Extra vom größten deutschen Handelskonzern Metro übernommen. Caparros betonte, das Unternehmen wachse auch ohne Zukäufe schneller als die Branche.

Höhere Investitionen geplant

Für das laufende Jahr plant REWE Investitionen von 1,6 Milliarden Euro in das Ladennetz und die Logistik. Das sind rund 300 Millionen Euro mehr als 2008 in diese Bereiche flossen. Inklusive der Zukäufe investierte REWE im vergangenen Jahr rund drei Milliarden Euro.

Beim Kongress Unternehmertag Lebensmittel diese Woche in Köln sagte REWE-Manager und HDE-Präsident Josef Sanktjohanser, der Lebensmittelhandel sei gut ins neue Jahr gestartet, die ersten zwei Monate des Jahres seien „recht ordentlich gelaufen".

dpa / M. Crescenti