Will er, will er nicht? Er will. Nachdem zwischenzeitlich fraglich war, ob Alain Caparros neuer Aufsichtsratschef von Karstadt wird, stellt der Franzose nun klar: Er wolle das Amt antreten.

Am Donnerstag soll Alain Caparros zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden von Karstadt gewählt werden. Und nach Lage der Dinge wird dieser Wahl nichts im Wege stehen. Der Franzose widersprach Vermutungen, dass er kein Interesse mehr an diesem Posten habe. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Ich gehe davon aus, dass ich das Amt antreten werde", sagte er dem "Handelsblatt".

Noch am vergangenen Wochenende waren anders lautende Gerüchte über den Vorstandsvorsitzenden der Rewe Gruppe in Umlauf geraten. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" soll Caparros überlegt haben, das Amt des Aufsichtsratschef wieder zur Verfügung zu stellen. Das Blatt schreibt weiter, dass der Franzose sogar den Gedanken hege, sich komplett aus dem Gremium zurückzuziehen.

Komplett ohne Caparros?

Die angeblichen Gründe: Caparros soll weder von der langfristigen Strategie noch vom Investitionskonzept des neuen Investors Nicolas Berggruen überzeugt sein. Zudem soll er darüber verärgert sein, dass er bei der Neubesetzung von Führungspositionen bei Karstadt nicht gehört wurde, schreibt die "FAZ".

Seit etwas mehr als drei Wochen ist Josef Schultheis neuer Geschäftsführer Finanzen. Schultheis gehört zum Personal der Beratungsgesellschaft Modalis des derzeitigen Karstadt-Interimsgeschäftsführers Thomas Fox. Derzeit wird für den Warenhauskonzern ein neuer Chef gesucht. In einem Jahr soll diese Suche abgeschlossen sein.