Auf Investorensuche: Der Pharmagroßhändler Celesio will einem Pressebericht zufolge den Verkauf seiner Versandhandelsapotheke DocMorris einleiten.

Celesio habe die Deutsche Bank mit der Suche nach Investoren beauftragt, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", alledings ohne Angabe von Quellen. Celesio-Chef Markus Pinger habe in einem vertraulichen Spitzengespräch mit Vertretern der Apotheker-Verbände vor wenigen Tagen über seine Pläne berichtet, heißt es.

Der Verkauf, der möglichst noch in diesem Jahr über die Bühne gehen soll, dürfte Celesio einen dreistelligen Millionenbetrag einbringen, schreibt die Zeitung.

Gespräch mit Apotheken-Verbänden

Ein Celesio-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren und verwies auf die Bilanzpressekonferenz an diesem Dienstag.

Laut "FAZ" will Celesio die Partnerschaft mit inhabergeführten Apotheken stärken. Dies sei ausschlaggebend für die Entscheidung, Doc Morris zu verkaufen. Das Blatt schreibt weiter, dass die Celesio-Führung dieser Tage Vertreter der Apotheker-Verbände ABDA und DAV über die Verkaufspläne informiert habe.

Dies soll der erste Austausch beider Seiten seit fünf Jahren gewesen sein. Zwischen den Verbänden und Celesio war das Verhältnis angespannt, nachdem der Großhändler im Frühjahr 2007 DocMorris gekauft hatte.