Der Internet-Versicherungs-
dienstleister Censio AG ist nach eigenen Angaben auf gutem Kurs. Inzwischen sind mehr als 120 Versicherungsgesellschaften in die Censio-Plattform eingebunden.

Der Internet-Versicherungsdienstleister Censio AG ist nach eigenen Angaben auf gutem Kurs. "Seit dem Start des Umsatzprozesses zu Beginn dieses Jahres haben wir bereits mehrere tausend Abschlüsse getätigt", erklärte der Vorsitzende des Vorstands der Censio AG, Dr. Marco Arteaga, am heutigen Dienstag vor der Presse in Frankfurt am Main. Kern der Geschäftsidee ist der qualitative Versicherungsvergleich, der durch den direkten Zugriff auf die Rechenkerne der Versicherer ermöglicht wird. Inzwischen sind mehr als 120 Versicherungsgesellschaften in die Censio-Plattform eingebunden.

"Eine Besonderheit ist zweifellos auch unsere Multikanal-Vertriebsstrategie. Der Kunde kann beim Dialog mit uns im Internet von einem Online-Center unterstützt werden, aber auch die Beratung über den personengebundenen Vertrieb wählen. In den vergangenen Monaten haben wir mehr als tausend selbständigen Vertriebspartnern unsere Plattform zur Verfügung gestellt", so Arteaga. Mit der Multikanal-Vertriebsstrategie verknüpfe Censio Old und New Economy, verbinde also Offline- und Online-Welt. So hätten allein im Mai 2001 mehrere hundert Internet-Nutzer auf diesem Weg einen der mit Censio kooperierenden Makler zu einem Beratungsgespräch gebeten.

Bereits im vergangenen Jahr konnte Censio mit Onvista, comdirect und T-Online drei bedeutende Partner gewinnen, die den Versicherungsvergleich auf ihren Webseiten anbieten. Zwischenzeitlich hinzugekommen war die Advance Bank. Als "großen Erfolg, auf den wir sehr stolz sind" bewertete Arteaga die Tatsache, dass der Versicherungsvergleich nunmehr auch bei Yahoo und bei AOL läuft. "Allein mit den Top-Portalen von Yahoo, AOL und T-Online haben wir als Exklusivpartner einen Zugang zu 80% des Kundenmarktes im Internet erhalten, da die Kunden diese Portale als Einstiegsportale wählen. Mit diesen Kooperationen haben wir im Vergleich zu unserem Wettbewerb eine uneinholbare Alleinstellung", stellte der Censio-Chef klar.

Zu den Gesellschaftern, die das Unternehmen inzwischen gewonnen hat, zählen weltweit führende Finanzinvestoren wie die Investmentbanken Morgan Stanley Dean Witter und Credit Suisse First Boston, die Hamburger Privatbank Warburg & Co. und die englische Großbank Abbey National. Arteaga verwies darauf, dass im Rahmen eines mehrstufigen Finanzierungsplans in den vergangenen Tagen ein weiterer Finanzierungsabschnitt im Gesellschafterkreis erfolgreich abgeschlossen worden sei. Dadurch könnten weitere Wachstumspotenziale ausgeschöpft werden. "Mit rund 90 Mio. DM sind wir das wohl am stärksten kapitalisierte Versicherungsportal", machte Arteaga deutlich.

Nicht zuletzt aufgrund der "Riesterrente" stelle sich das Marktumfeld für den Vertrieb von Finanzdienstleistungen - speziell für Altersvorsorgeprodukte - mittelfristig sehr günstig dar. In diesem Zusammenhang erwarte die Versicherungswirtschaft eine Vervielfachung des bisherigen Geschäftsvolumens. "Dieses Wachstum wird nur mit Hilfe von vollelektronischen Abwicklungen realisiert werden können. Dafür steht die unabhängige Vergleichsplattform von Censio zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung", so Arteaga, der für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe erwartet. Mit Zuversicht könne das Unternehmen auf das Jahr 2002 blicken, das für Censio möglicherweise bereits das Jahr des Börsengangs werde. (ST)


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