Den qualitativen Versicherungsvergleich via Internet anstelle eines reinen Preisvergleichs verspricht der virtuelle Makler Censio.

Den qualitativen Versicherungsvergleich via Internet anstelle eines reinen Preisvergleichs verspricht der virtuelle Makler Censio.

Zusammen mit Erwin Staudt, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Technologie-Partner IBM, erläuterte Censio-Vorstandsvorsitzender Dr. Marco Arteaga der Presse am 17. August in Frankfurt sein Konzept.

Erwin Staudt stellte einführend die Bedeutung des Internets als "technische Revolution" und Job-Maschine heraus. Insbesondere die elektronischen Marktplätze, für die IBM komplette Lösungskonzepte einschließlich Beratung anbietet, würden in den nächsten vier Jahren bereits rund 40% des gesamten E-Commerce-Ansatzes auf ihre Plattformen ziehen. Schon heute nutze jedes dritte Unternehmen das Internet, großes Potenzial sieht Staudt auch für die kleineren und mittleren Unternehmen. Auch Censio gehört zu dieser Gruppe, die IBM mit seinen Lösungen bedienen und mit seinem Know-how beratend sowie technisch "unter die Arme greifen" will.

Censio-Chef Marco Arteaga sieht ebenfalls eine Revolution, und zwar auf dem Versicherungsmarkt. Nah seiner Auffassung habe hier bisher eine echter Markt nicht stattgefunden. Mit seinem neuen komplexen Angebot unter www.censio.de will der 38jährige mehr die Qualität der einzelnen Angebote verschiedener Versicherer auf seiner Internet-Plattform in den Vordergrund rücken. Um dies zu realisieren seien Technologiepartner unabdingbar. Neben IBM (System-Architektur und die Marktplatzsoftware ViMP) arbeitet Censio mit Siebel Systems (vor allem für die Customer-Relationship-Management-(CRM)-Software) zusammen.

Seit Mai dieses Jahres bietet Censio 2.000 private Kranken-, Lebens- und Kfz-Versicherungen von 50 Versicherern im Internet an. 18 der 20 größten Anbieter habe Arteaga als Partner gewinnen können, nur der Marktführer Allianz sowie die Aachener+Münchner Versicherung sei noch nicht vom Censio-Konzept überzeugt. Auch Vertreter könnten das Censio-System nutzen, um den Kunden bedarfs- und produktgerecht zu beraten. In Konkurrenz zu den traditionellen Vertriebsformen sieht sich der Censio-Chef nicht. Vielmehr biete er zusätzlichen Nutzen und Anwendungen, die die bisherigen Systeme nicht bieten würden. Auch ein Franchise-Konzept für Neueinsteiger sei geplant, die Franchisegebühr soll dann zwischen 30.000 und 50.000 DM liegen.

Censio arbeitet als Versicherungsmakler und kassiert von den Versicherungen bei Abschlüssen die übliche Provision. In den nächsten fünf Jahren will Arteaga ca. 3% des Gesamtmarktes, was etwa 100.000 bis 200.000 Vertragsabschlüsse bedeuten würde.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Censio-Aktivitäten beziffert Arteaga mit rund 100 Mio. DM, ca. 50% bis 75% müsse für die Technologie und Beratung aufgewendet werden. Alleine 20% geht dabei an IBM. (RS)


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