Der Online-Versicherungs-
dienstleister Censio AG ist pleite. Die "Fehleinschätzung der im E-Commerce erzielbaren Umsätze" wird als Grund für das Scheitern des Unternehmens genannt.

Der Online-Versicherungsdienstleister Censio AG mit Sitz in Oestrich-Winkel hat gestern beim Amtsgericht Wiesbaden die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft beantragt.

Dr. Marco Arteaga, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Censio, führt das Scheitern des Unternehmens vor allem auf eine "Fehleinschätzung der im E-Commerce erzielbaren Umsätze" zurück. Die Erwartung, dass insbesondere die für vertreterlose Direktverkäufe bereiten Kunden derartige Angebote stark nachfragen würden, sei enttäuscht worden. Noch im Juni 2001 erwartete Arteaga einen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe für das laufende Geschäftsjahr. Für 2002 war der Börsengang des Unternehmens geplant.

In den vergangenen Monaten hatte der Online-Versicherer mehrere Versuche unternommen, um das Unternehmen zu stabilisieren. Das gemeinsam mit einem neuen Investor erarbeitete Sanierungskonzept, das zu einer strategischen Neuausrichtung von Censio führen sollte, konnte jedoch nicht erfolgreich abgeschlossen werden. (ST)


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