Das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen hat weitaus weniger Arbeitsplätze geschaffen als geplant, zeigt eine neue Studie.

Der Bau des Mega-Einkaufstempels wurde seinerzeit mit der Entstehung von rund 10.000 Arbeitsplätzen in der strukturschwachen Region begründet. Tatsächlich sind bis 2005 jedoch lediglich 5.790 neue Jobs entstanden. In Vollzeitstellen gerechnet sind es gar nur 2.900 Arbeitsplätze.

Das zeigt die neue Verwaltungsstudie „Oberhausener Stadtkerne zwischen Kontinuität und Wandel", die zum ersten Mal belastbare Zahlen für das Centro vorliegt.

Die Untersuchung zeigt zudem, dass sich die Arbeitsmarktlage in drei alteingessenen Oberhausener Stadtteilen seit der Eröffnung des Shopping-Centers 1996 deutlich verschlechterte.

Kritik an „Taschenspielertricks"

Nun wächst die Kritik an das Einkaufszentrum, das bereits seit der Planungsphase in der Region heftig umstritten ist.

„Das Centro konnte die Visionen und Hoffnungen vom Jobmotor nicht erfüllen", sagte Volker Wilke, Fraktionssprecher der Grünen. Der Landtagsabgeordnete Daniel Schranz (CDU) bezeichnete das Jobversprechen als ein „Taschenspielertrick", um das Bauvorhaben durchzusetzen.

 „Jede Arbeitsstelle, die durch neue Einkaufszentren geschaffen wird, birgt die Gefahr, dass sie an anderer Stelle wegbricht", sagte Rainer Gallus, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands NRW, gegenüber der Neuen Ruhr Zeitung. „Das ist ein Nullsummenspiel."

Gallus spielt auf andere Einkaufszentren an, die in der Region gebaut wurden - etwa den Forum in Duisburg oder die Düsseldorf Acarden.