Der französische Hersteller Citroen will gezielt kleine und mittelständische Unternehmen von seinen Produkten überzeugen.

Außen alles neu, innen fehlt bei 50 Prozent der Betriebe noch das neue Mobiliar. Das ist der aktuelle Zwischenstand der im vergangenen Jahr bei den 250 bundesdeutschen Citroen-Händlern mit insgesamt 800 Standorten eingeleiteten Baumaßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der französischen Automobilmarke.
 
Doch: Frische Farbe allein reicht dem erst im November von Seat gewechselten Deutschland-Geschäftsführer Holger Böhme noch nicht. "Wir haben 70 sogenannte Open Points ausgemacht", erklärt Unternehmenssprecher Stephan Lützenkirchen - 25 bis 30 neue Partner sollen noch im laufenden Jahr gefunden werden, um das Händlernetz zu verdichten.

Aktion bis Ende Juni

Die etablierten Markenvertretungen locken derweil die Flottenkunden in die renovierten Verkaufsräume. Noch bis Ende Juni laufen die "Citroen Gewerbewochen". Das Angebot der teilnehmenden Händler: Bei Bestellung eines der Aktionsmodelle C 5, Berlingo, Jumpy oder Jumper erhalten Gewerbetreibende die Full Service Rate gratis. Bei einer maximalen Laufzeit des Servicevertrages von 36 Monaten mit einer Laufleistung von 20.000 Kilometern, errechnet der Hersteller eine Ersparnis von mehr als 1.000 Euro.

Die Offerte beinhaltet neben der Verlängerung der Werksgarantie auf die gesamte Vertragslaufzeit unter anderem auch die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs und den Ersatz von Verschleißteilen. "Wir wollen neue Kunden insbesondere aus kleinen und mittelständischen Unternehmen von der Qualität unserer Produkte überzeugen", erläutert Saban Tekedereli, Direktor Firmenkunden und Gebrauchtwagen bei der Citroen Deutschland GmbH in Köln, die Maßnahme.

Marke versteht sich als Mobilitätsanbieter

Eine Kundenbindung ganz anderer Art startet am 24. Mai auf der Internetplattform http://www.multicity.de/. In Kooperation unter anderem mit der Deutschen Bahn und dem Autovermieter Sixt wollen sich die Franzosen als Mobilitätsanbieter mit Komplettlösungen präsentieren. Das Portal verbindet, nach Auskunft von Citroen, die Angebote aller Verkehrsträger und errechnet dem Nutzer die jeweils günstigste Reisemöglichkeit von Haustür zu Haustür.

Aber auch das Kerngeschäft lässt der Hersteller nicht ganz außer Acht. Am 2. Juni startet der Verkauf des C 4 Aircross. Damit steigen nun auch die Franzosen ins stetig wachsende Segment der kompakten SUV ein. Und auch bei diesem Projekt ist ein Partner mit an Bord.

C 4 Aircross auf Basis des Mitsubishi ASX

Wie schon beim größeren C-Crosser so liefert auch bei diesem Modell Mitsubishi mit dem ASX das Basisfahrzeug, das Citroen aber stärker seiner Designlinie angepasst habe. Immerhin steuern die Franzosen mit dem 1,6-Liter-Diesel (84 kW/115 PS; ab 25.990 Euro) auch einen eigenen Motor bei, der mit einem Normverbrauch von lediglich 4,6 Litern glänzt. Die allradgetrieben Kombination ist mit 4,9 Litern angegeben.

Die Preisliste beginnt bei 23.690 Euro für den 1,6-Liter-Benziner (86 kW/117 PS).  Da muss man allerdings schon großer Citroen-Fan sein, um nicht das Original zu wählen. Mitsubishi bietet den Wagen ab 18.990 Euro an.

Bernd Nusser