Nach nur 15 Monaten Bauzeit nimmt die Colt Telecom GmbH den ersten Abschnitt ihres europäischen Breitband- Weitverkehrsnetzes in Betrieb.

Nach nur 15 Monaten Bauzeit nimmt die Colt Telecom GmbH, Frankfurt am Main, den ersten Abschnitt ihres europäischen Breitband-Weitverkehrsnetzes in Betrieb.

Das rund 3.000 Kilometer lange Glasfasernetz verbindet die acht deutschen Colt-Stadtnetze in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart. Als einer der wenigen neuen Anbieter verfügt Colt damit über eigene Infrastruktur sowohl im Fernbereich als auch im direkten Zugang zum Kunden. Bis Mitte nächsten Jahres soll das Weitverkehrsnetz des europäischen Carriers rund 14.000 Kilometer umfassen und sämtliche Stadtnetze von Colt in Europa verbinden. Derzeit betreibt Colt in 22 europäischen Städten eigene Glasfasernetze - bis Ende 2001 will das Unternehmen in 30 bis 32 Städten mit eigener Glasfaserinfrastruktur vertreten sein.

"Durch die Möglichkeit, Kundenverbindungen nun komplett über unsere eigene Infrastruktur zu leiten, besitzen wir einen klaren Vorsprung gegenüber den anderen neuen Wettbewerbern", so Horst Enzelmüller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Colt Telecom GmbH. Mit der eigenen Infrastruktur im Orts- und Fernbereich könne sowohl die Dienste-Qualität weiter erhöht als auch der wachsende Bandbreitenbedarf noch besser abgedeckt werden als bisher. Auch die dadurch gewonnene Unabhängigkeit von anderen Carriern sei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, um die eigenen Kosten und auch die Endkundenpreise im Griff zu haben, so Enzelmüller weiter.

Das internationale Netzwerk-Kontrollzentrum (INCC), das die Weitverkehrsstrecken in Europa überwachen wird, entstand in Düsseldorf. Ein entsprechendes Backup-Zentrum befindet sich in London. Im ersten Schritt arbeiten in den INCCs rund 40 neue Colt -Mitarbeiter aus ganz Europa in den Bereichen Netzüberwachung, Netzsteuerung und Auftragsabwicklung. Bis Ende des Jahres ist die Einstellung von weiteren 40 Mitarbeitern geplant.

Nach dem ersten Spatenstich im April 1999 verlegten Bauunternehmen mit rund 1.000 Arbeitskräften über 33 Millionen Meter Rohr quer durch Deutschland. Fast die Hälfte der Trasse führt entlang von Öl-Pipelines. Auch entlang von Autobahnen und Bahnstrecken wurde gegraben. Insgesamt mußten rund 2.600 Straßen, 191 Bahnlinien und 116 Autobahnen unterbohrt werden. Hinzu kamen über 1.100 aufwendige Fluss- und Bachquerungen.

Das Breitbandnetz aus optischen Glasfaserpaaren, die durch die DWDM-Technik (Dense Wavelength Division Multiplexing) besonders leistungsfähig gemacht werden. Die Übertragungskapazität pro Glasfaserpaar beträgt zur Zeit 320 Gigabit in der Sekunde; das entspricht der gleichzeitigen Übertragung von etwa vier Millionen Telefongesprächen. Schon im nächsten Jahr soll die Übertragungsgeschwindigkeit auf 1600 Gigabit pro Sekunde erhöht werden. Das Weitverkehrsnetz wird in den kommenden Wochen eingehend getestet, um die von Colt gewährleistete Netzverfügbarkeit von mindestens 99,99 Prozent sicherzustellen. Bereits am 30. Juni 2000 wurden die ersten Pilotkunden aufgeschaltet. In den nächsten Wochen sollen weitere Kunden vom Mietnetz auf das eigene Netz migriert werden. (RS)


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