Für getgoods.de wurde wenige Wochen nach Insolvenzanmeldung eine Lösung gefunden. Der Brandenburger Elektronikhändler wird von einem bisherigen Konkurrenten aufgekauft. Die meisten Jobs sollen gerettet werden.

Der Elektronikhändler Conrad Electronic hat den insolventen Onlinehändler getgoods.de aus Frankfurt (Oder) übernommen. Das teilte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Rüdiger Wienberg mit und bestätigte einen Bericht der "Märkischen Oderzeitung" (MOZ). "Damit haben wir eine zukunftsfähige Lösung für Kunden und Mitarbeiter erzielt", sagte Wienberg laut einer Pressemitteilung.

Nach Informationen der MOZ hat Conrad Electronic aus Hirschau in der Oberpfalz bereits am Mittwoch (4. Dezember) die Geschäfte von getgoods.de übernommen. "Unser Ziel ist es, dass getgoods.de als Marke und als Unternehmen eigenständig bleibt", sagte Jörn Werner, Geschäftsführer des Unternehmens der Zeitung. Conrad wolle fast alle 190 Mitarbeiter weiterbeschäftigen, hieß es weiter. Der Elektronikhändler betreibt einen Webshop und 25 stationäre Läden in ganz Deutschland, davon allein drei in Berlin.

"Conrad Electronics übernimmt nur den Geschäftsbetrieb - also etwa die Online-Shops, die Mitarbeiter und das Lager", erklärte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Nun müssen Gläubiger ihre Forderungen anmelden. Die getgoods.de Vertriebs GmbH war nach einem rasanten Wachstum in eine finanzielle Schieflage geraten. Mitte November musste sie Insolvenz anmelden.