Die Schmidtbank bestätigt in einem Schreiben an die Mitarbeiter Gespräche mit anderen Banken über die Zukunft der Online-Tochter Consors. Gleichzeitig wurde ein "Spiegel"-Bericht über einen bedrohlichen Finanzengpass dementiert.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Schmidtbank, Karl Gerhard Schmidt, hat in einem Schreiben an die Mitarbeiter Gespräche mit anderen Banken über die Zukunft der Online-Tochter Consors bestätigt. Dies geht aus einem Bericht des Börsendienstes boerse.de hervor. "Wir sind offen für neue Geschäftsmodelle, für kreative und sinnvolle Konzepte, wenn sie den Wert von Consors steigern", zitiert boerse.de den Brief an die Mitarbeiter. Allerdings sei Consors am Markt stark positioniert und es bestehe kein Anlass, den Online-Broker zu verschenken. Ein Ergebnis aus den Gesprächen stehe noch nicht fest.

Gleichzeitig wurde in dem Schreiben ein "Spiegel"-Bericht über einen bedrohlichen Finanzengpass dementiert. Nach Angaben von Schmidt und seinem Sohn, Consors-CEO Karl Matthäus Schmidt, seien diese Berichte in den Medien lanciert worden, um der Schmidtbank und Consors zu schaden. Die Konzernstrukturen würden "weiter energisch gestrafft", um die Kosten zu senken, zitiert boerse.de den Brief an die Mitarbeiter weiter. Die Kostensenkungsmaßnahmen der letzten Monate zeigten bereits Wirkung, so dass Consors, auch wenn der Aktienmarkt weiter schwach bleiben sollte, voraussichtlich ab 2002 wieder mit Gewinnen arbeiten werde.

Gleichzeitig gab Consors heute die Ergebnisse für das dritte Quartal 2001 bekannt. Demnach machte das Unternehmen in den ersten neun Monaten des Jahres nach Steuern und Anteilen Dritter 61 Mio. Euro Verluste. Im Vorjahr schrieb Consors mit 11,7 Mio. Euro Gewinn noch schwarze Zahlen. (ST)


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