Wenigstens der Verkauf von Smartphones brummt. Auch Camcorder laufen gut. Doch das rettet den Markt mit Consumer Electronics bisher nicht. Vor allem TV-Geräte werden weniger nachgefragt.

Der Absatz mit Produkten der Consumer Electronics (CE) leidet immer dann, wenn keine sportlichen Großereignisse anstehen. Das ist in diesem Jahr der Fall - folglich muss die Branche Rückschläge hinnehmen. So gab es in den ersten drei Quartalen dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang um 2,9 Prozent auf knapp 18,4 Milliarden Euro, hat die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU) in ihrer regelmäßigen Marktuntersuchung ermittelt.

Bei der klassischen Unterhaltungselektronik beträgt das Minus demnach 8,6 Prozent auf knapp 6,4 Milliarden Euro. Umsatzzuwachs gab es etwa in den Produktbereichen Camcorder inklusive Action Cams (plus 13,7 Prozent) und Home Audio (plus 1,1 Prozent).

Stark rückläufig hingegen ist der Markt mit TV-Geräten, immer ein Verkaufsschlager bei Sportereignissen. Hier wurden knapp 2,7 Milliarden Euro (minus 15,7 Prozent) umgesetzt. Der Rückgang bei den Stückzahlen beträgt hier 16,9 Prozent auf knapp 4,7 Millionen Stück. Dies hat einen Anstieg des Durchschnittspreises um 1,5 Prozent zur Folge.

Negative Prognose für das Gesamtjahr

Bei den privat genutzten IT-Produkten wurde ebenfalls ein Rückgang des Umsatzes verbucht: 5,1 Milliarden Euro bedeuten ein Minus von 11,4 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Mit Desktop PCs (minus 12,4 Prozent), Tablet-PCs (minus 20,5 Prozent) und Notebooks (minus 8,8 Prozent) wurde weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum erzielt.

Der Umsatz mit privat genutzten Telekommunikations-Produkten entwickelte sich in  den ersten neun Monaten 2015 hingegen weiter positiv. Hier schlägt ein Anstieg um 11,3 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro zu Buche. Das betrifft vor allem den Zuwachs bei Smartphones, der größten Produktgruppe. Mit mehr als 17,3 Millionen Stück (plus 4,7 Prozent) wurden mehr Geräte verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der entsprechende Umsatz betrug hier laut GfU mehr als 6,6 Milliarden Euro (plus 12,8 Prozent), der Durchschnittspreis ist entsprechend um 7,7 Prozent angestiegen.

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet die GfU für CE-Produkte einen Rückgang des Umsatzes um knapp zwei Prozent.

Lesen Sie mehr über die Elektronikbranche in der aktuellen Ausgabe von Der Handel. Euronics-Chef Benedict Kober spricht über eine neue Partnerschaft mit Apple. Und sein Verbundgruppenkonkurrent Volker Müller (Expert) skizziert, was aus ehemaligen Karstadtflächen werden kann. Zum kostenfreien Probeexemplar geht es hier.