Das Internet steckt voller Hinweise zur Steigerung der Conversion. Jeder Händler möchte natürlich das Maximum aus dem mühsam gewonnenen Traffic des Shops herausholen. Wir haben die aus unserer Sicht wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.

Hüten Sie sich vor Herstellerbeschreibungen

Es kann nicht oft genug erwähnt werden. Es ist bequem, einfach die Texte der Hersteller in die Artikelbeschreibungen zu kopieren. Aber es ist gleich aus zwei Gründen wenig hilfreich:

  • Der Inhalt ist nicht für Suchmaschinen optimiert.
  • Sie machen sich austauschbar. Warum sollte der Kunde gerade bei Ihnen kaufen?

So wird aus einer Produktbeschreibung fast eine Liebeserklärung an einen Artikel
So wird aus einer Produktbeschreibung fast eine Liebeserklärung an einen Artikel
Fakten und technische Daten zu einem Produkt sind wichtig. Sie müssen also in die Beschreibung hinein. Aber das kann auch am Ende in Form einer Tabelle erfolgen. Stellen Sie an den Anfang eine kurze Beschreibung des Produkts und besonders dessen Vorteile. Im weiteren Verlauf gehen Sie dann auf den Nutzen des Artikels ein. Und versuchen Sie, bereits hier hervorzuheben, warum man bei Ihnen kaufen sollte und welche Erfahrungen Sie als Händler mit dem Produkt gesammelt haben.

Bieten Sie individuelle Produktfotos

Welcher Händler hat einen besseren Job gemacht? Eben
Welcher Händler hat einen besseren Job gemacht? Eben
Ein weiterer Punkt. In nahezu jedem Shop finden sich stets die gleichen Herstellerfotos. Die sind meistens von hoher Qualität aber beliebig. Ein tolles Produktfoto ist mehr als nur eine Abbildung. Sie haben damit die Möglichkeit, die Fantasie des Kunden anzuregen. Sie können den Artikel im Einsatz zeigen. Damit wird dann auch meist der eigentliche Nutzen viel deutlicher. Und nicht zu vergessen: Ein hübsch arrangiertes Foto hat etwa auch die Chance, in Bildernetzwerken verteilt zu werden.

Starten Sie ein eigenes Kundenbindungsprogramm

Kunden zu Stammkunden zu machen, ist nicht nur eine Kunst, sondern auch ein idealer Hebel dafür, die Conversion im Shop nach oben zu treiben. Dazu gibt es verschiedene Ansätze, die sich auch für kleinere Händler mit verhältnismäßig wenig Aufwand umsetzen lassen.

  • Entwickeln Sie ein eigenes Punkte- und Rabattsystem. Die Punkte könnten beispielsweise in Preisnachlässe umgewandelt werden. Oder es gibt eine Reihe von Gratisprodukten.
  • Kopieren Sie Amazon Prime und bieten Sie einen Mehrwert zu einem festen Preis, der in voraus bezahlt werden muss. Kostenlose Hotline, Vergünstigungen bei Versandkosten, Umtauschprogramme, Warenproben. Schnüren Sie ein schönes Bündel von attraktiven Vorteilen für den Kunden.

Bieten Sie Support während des Einkaufs

Hilfe während des Einkaufs
Hilfe während des Einkaufs
Viele Kunden haben während des Einkaufs noch eine Frage, die aus den Produktbeschreibungen nicht hervorgeht oder nicht eindeutig genug geklärt ist. Bieten Sie diesen Kunden beispielsweise durch ein Chatfenster die Möglichkeit, während bestimmter Geschäftszeiten ihre Fragen zu stellen. Das steigert die Chance darauf, dass der Kunde bei Ihnen abschließt.

Lassen Sie andere Kunden zu Wort kommen

Bieten Sie nicht nur die Möglichkeit, dass Kunden Produkte und Artikel bewerten können, sondern stellen Sie besonders gelungene Aussagen daraus prominent dar. Wird ein Produkt besonders gut bewerten, kann es als Empfehlung nach dem Motto “Kunden empfehlen” hervorgehoben werden.
Kundenbewertungen und Rezensionen wirken überzeugend
Kundenbewertungen und Rezensionen wirken überzeugend

Bieten Sie risikoloses Einkaufen

Kostenfreier Versand und ein kulantes Rückgaberecht reduzieren Hürden auf dem Weg zur Bestellung und können sich ebenfalls positiv auf die Umwandlungsquote auswirken.

Bekämpfen Sie Warenkorb-Abbrecher

Besonders ärgerlich ist es, wenn ein Kunde seinen Warenkorb vor der Bestellung wieder verlässt. Das kann aus Versehen geschehen sein oder ganz bewusst. Im Falle von registrierten Kunden können Sie diese noch einmal per E-Mail anschreiben und ähnliche Produkte offerieren (auch hier kann man immer noch viel von Amazon lernen). Oder Sie setzen, sofern Budget vorhanden, gezieltes Re-Targeting bei Werbebuchungen ein.

Vereinfachen Sie den Checkout

Hier zählt jeder Klick, den Sie vielleicht sparen können. Wie Studien und Umfragen immer wieder belegen, ist den Kunden ein einfacher und schneller Checkout-Prozess sehr wichtig. Hier kann meist bereits viel dadurch erreicht werden, sich einen Payment-Service-Provider zu suchen, der einerseits möglichst viele Bezahlverfahren abdeckt, zum anderen aber auch einen intelligenten Prozess zur Verfügung stellt, der dem Kunden nur die Varianten anbietet, die sich aufgrund eines Bonitätschecks oder Scorings ergeben. Je weniger Daten einzutragen sind und je weniger Schritte durchlaufen werden müssen, umso besser.
Der Checkout sollte einfach und transparent sein
Der Checkout sollte einfach und transparent sein
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