Die Schweizer Coop-Gruppe blickt nach eigenen Angaben auf ihr erfolgreichstes Jahr der Firmengeschichte zurück. Auch bei den Marktanteilen hat der Händler deutlich zugelegt.

Der Gesamtumsatz der Gruppe erhöhte sich im Jahr 2008 um 15,6 Prozent auf 19,3 Milliarden Franken (rund 13,1 Milliarden Euro). Der Handelsumsatz stieg um 15,2 Prozent auf 18,2 Milliarden Franken (rund 12,2 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen mit. Unternehmenschef Hansueli Lossli bezeichnete das vergangene Jahr als das beste in der Historie von Coop.

Auch der Reingewinn wuchs beachtlich - um 11,4 Prozent auf 390 Millionen Franken (umgerechnet 263 Millionen Euro). Der Betriebsgewinn liegt bei 659 Millionen Franken (454 Millionen Euro) - das ist ein Zuwachs von 15 Prozent. Der Marktanteil des Schweizer Händlers beträgt nach eigenen Angaben nun 17,2 Prozent. Dies sei ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ergebnis ist der Übernahme der Schweizer Carrefour-Läden und der Bell-Tochter Zimbo geschuldet.

Mehr Läden, mehr Fläche, mehr Bio

Coop betreibt mittlerweile 1.885 Läden, das sind 8,5 Prozent mehr als 2007. Die Verkaufsfläche wuchs auf 1,71 Millionen Quadratmeter (das ist ein Plus ovn 5,1 Prozent).

Von allen Segmenten schnitten die Supermärkte am besten ab: Hier wuchs der Umsatz im Jahr 2008 um 768 Millionen Franken (519 Millionen Euro) auf 11 Milliarden Franken (7,4 Milliarden Euro).  Warenhäuser und Fachgeschäfte verbesserten sich um 4,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken (2,3 Milliarden Euro).
Im Vergangenen Jahr hat Coop die Ladenpreise um durchschnittlich 0,8 Prozent angehoben, die Teuerung im Schweizer Einzelhandel lag dagegen bei 2 Prozent.

Auf dem Schweizer Bio-Markt bleibt Coop nach eigenen Angaben Marktführer. Die Eigenmarke Naturaplan (biologisch produzierte Lebensmittel) hat um 8 Prozent auf 678 Millionen Franken (458 Millionen Euro) zugelegt. Der Gesamtumsatz von Bio-Lebensmitteln wuchs um 9 Prozent auf  722 Millionen Franken (487 Millionen Euro).