Im Streit, ob der Bundesadler auf dem Trikot der Fußball-Nationalmannschaft auch von anderen genutzt werden kann, hat der DFB einen Erfolg erzielt. Doch die Grundsatzfrage ist noch lange nicht geklärt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich im Adler-Streit mit der SB-Warenhauskette Real zumindest an einer Front vor Gericht zunächst durchgesetzt. Das Landgericht München bestätigte am Donnerstag eine einstweilige Verfügung, die der Metro-Tochter untersagt, T-Shirts und Matten mit einem dem DFB-Adler ähnlichen Logo zu verkaufen. Das Logo sei den geschützten Marken des Verbands so ähnlich, dass es die Rechte des DFB verletze.

"Das Gericht muss bei einer eingetragenen Marke davon ausgehen, dass sie wirksam ist. Es kann gar nicht anders. Und es prüft nur die Ähnlichkeit zwischen DFB-Adler und Real-Adler", kommentiert die Berliner Juristen Katy Ritzmann (Kanzlei FPS Law) auf Anfrage von derhandel.de das Urteil. Erst wenn im Verfahren vor dem Markenamt entschieden werde, ob der DFB-Adler tatsächlich zu löschen ist, weil er dem Bundesadler zu ähnlich ist, könne im Anschluss daran das DFB-Real-Verfahren wieder aufgerollt werden, betont die Markenrechtsexpertin.

Vermutlich langes Grundsatzverfahren

Denn diese Frage, ob der DFB-Adler überhaupt als Marke geschützt werden durfte, hat das Gericht nicht beantwortet. Das wird derzeit auf Antrag von Real in einem wohl lange dauernden Verfahren beim Patent- und Markenamt geprüft - und ist für den DFB das weitaus bedeutsamere Verfahren.

Den Streit um den Adler hat das Gericht nicht aus der Welt geschafft - er steht noch ganz am Anfang, der Ausgang ist offen.