Die Unternehmen in Deutschland wenden sich zwar verstärkt dem elektronischen Geschäftsverkehr zu, nutzen das volle Potenzial der neuen Technologien bislang aber nicht aus. Dies ist Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 22.000 Firmen, die der DIHT in Auftrag gab.

Die Unternehmen in Deutschland wenden sich zwar verstärkt dem elektronischen Geschäftsverkehr zu, nutzen das volle Potenzial der neuen Technologien bislang aber nicht aus. Dies ist Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 22.000 Firmen, die der DIHT in Auftrag gab.

Die Untersuchung "E-Business in Deutschland", die der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) und die MediaMit GmbH in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHKn) durchgeführt haben, zeigt auf, wohin die deutschen Unternehmen im E-Business steuern.

Die Erhebung soll die bislang größte ihrer Art in Deutschland sein. Sie beleuchtet, in welchem Umfang die Firmen Anwendungen der Informationstechnologie nutzen, wie ihre weiteren Pläne aussehen, welche Hindernisse und welche Chancen für den elektronischen Geschäftsverkehr gesehen werden. "Für die deutsche Wirtschaft ist das Thema ‚E-Business' keine terra incognita", bilanzierte DIHT-Präsident Stihl die Umfrageergebnisse.

Drei von fünf deutschen Unternehmen setzten heute schon auf eine oder mehrere IT-Anwendung - vom eigenen Internetauftritt über das Extranet und die elektronische Kundenbetreuung bis hin zur tatsächlichen Geschäftsabwicklung über das Internet. Die beliebteste Anwendung neuer Informationstechniken ist der Umfrage zufolge die eigene Internetpräsenz, auf dies immerhin schon die Hälfte aller deutschen Firmen verweisen kann. "Das eigentliche Potenzial - die Umstrukturierung der gesamten Wertschöpfungskette: Beschaffung/Produktion/Verkauf - sei bislang jedoch nur von der Minderheit der Unternehmen angegangen worden", bedauerte der DIHT-Präsident.

Mehr als 50% der Unternehmen in Deutschland wollen der Untersuchung zufolge in diesem Jahr ihre IT-Ausstattung auf- oder ausbauen. Es gibt jedoch noch große Unterschiede zwischen dem Status quo in den einzelnen Firmen: Die jetzigen und die geplanten IT-Ausstattungen sind stark abhängig von Branche, Unternehmensgröße und Region.

Insgesamt planen 52% der Unternehmen Investitionen in Informationstechnik und Internet. Ganz oben auf der To-do-Liste steht dabei der Webauftritt selbst, in den 36% der Firmen 2001 investieren wollen. Dass lediglich etwa 13% das Business-to-Consumer-Geschäft (B2C) bei ihren Investitionen im Visier haben, mag zunächst verwundern. Doch ein isolierter Blick auf den Handel rückt das Bild zurecht. Dort sind die Investitionsabsichten im Verbrauchersegment fast genauso so ausgeprägt wie im B2B-Bereich. Bei den Dienstleistungsunternehmen überwiegt sogar das B2C-Geschäft.

Bei den Investitionshemmnissen nennen 49% der Unternehmen die Zurückhaltung der (potenziellen) Kunden. Dieser Faktor steht somit an erster Stelle, gefolgt von den Kosten (36%) und der Sorge um die Sicherheit im Netz (29%). Aber auch der Fachkräftemangel im IT-Bereich spielt für ein Viertel der Unternehmen eine wichtige Rolle. Großunternehmen leiden darunter besonders - in letzter Zeit auch durch das als "brain drain" bekannt gewordene Phänomen, bei dem kleinere IT-Neugründungen die Spezialisten abwerben.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen laut Stihl in die zahlreichen Aktivitäten einfließen, die die IHK-Organisation für das kommende, unter das Leitthema "Jahr des E-Business" gestellte Jahr 2001 plant.

Die komplette Studie ist unter www.mediamit.de/downloads/ebusinessumfrage.pdf als Download einzusehen. (RS)


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