Die Kette DM-Drogeriemarkt zeigt sich an einigen Standorten der insolventen Warenhauskette Woolworth interessiert. Insolvenzverwalter spricht von mehreren Anfragen.

"Woolworth hat sicher einige Standorte, die für uns sehr gut denkbar wären", sagte DM-Chef Erich Harsch in der Freitags-Ausgabe der heutigen "Financial Times Deutschland". Man sei offen für  Gespräche.

Die Märkte des expansiven Filialisten zieht es seit einiger Zeit in die 1a-Lagen der Innenstädte. Auf der Frankfurter Ziel etwa existieren mittlerweile drei dm-Filialen im Abstand von wenigen 100 Metern.

Ein Sprecher des vorläufigen Woolworth-Insolvenzverwalters Ottmar Hermann, bestätigte am Freitag auf Anfrage: "Es gibt Interessenten, es gibt auch konkrete Anfragen." Namen wollte er nicht nennen. Mit Lieferanten habe es erste "positive Gespräche" gegeben, auch mit den Eigentümern der Immobilien, die Woolworth angemietet hat, wolle Hermann in Verhandlungen treten.

Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am Ostersamstag Insolvenzantrag gestellt. Betroffen davon sind laut Hermann 9.700 Mitarbeiter in bundesweit 311 Filialen. Hermann hatte versichert, der laufende Betrieb könne zunächst aus eigenen Mitteln aufrechterhalten werden.


dpa, hb