Nach dem angekündigten Stopp des Verkaufs von Einwegglasflaschen durch Lidl fordert die Deutsche Umwelthilfe die Rückzahlung von bis zu drei Millionen Euro „unrechtmäßiger Pfandgewinne".

Laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat der Verkauf von Marken-Bier und Erfrischungsgetränken in Einwegglasflaschen, die Mehrwegflaschen täuschend ähnlich sehen, dem Discounter "kräftige Umsätze beschert." Nur 20 bis 25 Prozent des Leerguts sei zurückgegeben worden.

Nun fordert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch den Discounter auf, das unrecht­mäßig einbehaltene Geld an eine gemeinnützige Organisation zu zahlen.

Nach einer Abmahnung durch die DUH sowie einer Klage gegen eine Einweg-Brauerei vor dem Landgericht München stoppte Lidl den Verkauf der kritisierten Produkte, um „Irritationen und Verwechslungen bei Kunden und im mehrwegorientierten Getränkehandel zu vermeiden".

Für den Abverkauf des Lagerbestandes gestand die DUH eine Frist bis Ende 2008 zu. Betroffen sind Markenbiere und Biermischgetränke der Marken Franziskaner, Veltins, und Wernesgrüner in Einwegglasflaschen.