Der Markt für Computerspiele erreicht neue Rekordmarken. Und das Wachstum geht noch weiter,  prognostiziert der Branchenverband BITKOM.

Umsatzrekord auch ohne neue Spielkonsole: Der Computerspiele-Markt setzte im 1. Halbjahr 2008 insgesamt 1,05 Milliarden um. Das ist ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007, denn damals lagen die Umsätze noch bei 873 Millionen Euro, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) mitteilt.
 
Wenige Tage vor Beginn der Spielemesse Games Convention, die vom 21. bis 24. August in Leipzig stattfindet, sagt der Verband dem Geschäft mit Konsolen und Spielprogrammen für Konsolen und PCs eine weiterhin rosige Zukunft voraus.  

Strukturelles Wachstum durch neue Käuferschichten

„Der Games-Markt konnte das Rekordniveau des Vorjahres noch einmal übertreffen, obwohl keine neuen Spielkonsolen vorgestellt wurden”, erläutert Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. „Wir erleben ein strukturelles Wachstum, auch durch neue Käuferschichten.“ Denn in den vergangenen Jahren sorgten stets neue Modelle für zusätzliches Käuferinteresse.

Wachstum in Milliarden Euro
Wachstum in Milliarden Euro
Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der BITKOM ein Plus von 13 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2007 lag der Wert noch bei 2,3 Milliarden Euro, 2006 bei 1,8 Milliarden.

„Der Games-Markt hat in Deutschland eine beachtliche Größe erreicht. Er ist heute mindestens so bedeutend wie andere Zweige der Unterhaltungsbranche, etwa die Film- oder Musikindustrie”, so Berg. „Mit einem Unterschied: Der Games-Markt wächst rasant.“ Allein die Zahl der verkauften Konsolen habe sich innerhalb weniger Jahre fast verdoppelt.

Basis für die Angaben und Prognosen sind Erhebungen der Marktforschungsinstitute GfK und Media Control für den BITKOM.