Profit. Gewinne. Wachstum. Investitionen. Pleiten. Pannen. Verluste. Fusionen. Das E-Commerce-Jahr 2015 bot reichlich Abwechslung, heftige Eruptionen und rabiate Veränderungen. Doch was war in diesem Jahr besonders wichtig? Welche Ereignisse schlagen auch 2016 noch Wellen?

 

Noch schneller und noch mehr Druck für den stationären Handel: Amazon geht in 14 Städten mit Same Day Delivery an den Start.



Zalando will auf Dauer nicht länger Händler sein. Das 2015 angekündigte Ziel: Zalando will sich als Fashion-Plattform anbieten und zwischen Online-Kunden und stationären  Händlern und Marken vermitteln. Andere Innovationen: Click & Collect, WhatsApp-Beratung, Curated Shopping für Männer und Frauen.


Onliner gehen offline: Google macht es Apple nach und pflanzt sich im März mit einer ersten eigenen Filiale mitten in die City von London. Dort und im neuen Online-Store verkauft der Technologie-Konzern aus dem Silicon Valley Produkte "made with Google". Im Herbst eröffnet Amazon seinen ersten Buchladen in Seattle.


Es ist eine kleine Revolution, die zeigt wie schwer es ist, im E-Food-Segment einigermaßen auf einen grünen Zweig zu kommen. Rewe kippt zu Jahresbeginn nämlich die Preis-Egalität zwischen Filiale und Online-Store, verzichtet daher auch auf den Slogan "Preise wie im Markt".


Die Macht des Preises: Der Discounter made in Germany springt auf den Zug des Lebensmittel-Onlinehandels auf. Erstmals in Europa bietet Aldi in Großbritannien einen Online-Shop und lehrt Tesco und Co das Fürchten. Hierzulande zögert Aldi noch.


Der Buy-Button regiert bei Pinterest, Facebook und Co. Er könnte Onlinehändler zu reinen Logistikunternehmen degradieren. Bald auch in Deutschland?


Amazon startet (ausgerechnet am 1.April) mit dem Dash-Button einen Bestellknopf. Der Amazon Dash-Button, leicht angebracht in Küche, Bad und Co, mit dem Kunden auf Knopfdruck ihr Waschmittel, den Kasten Wasser oder das Toilettenpapier nachbestellen können, ist im Grunde die Smart-Home-Variante der Pril-Blume und ungleich potenter.


Der Orbit rund um Otto füllt sich mit weiteren Möbel-Satelliten. Teppstore.de (Teppiche), Naturloft.de (Massivholzmöbel), Cnouch.de (Sofas), Schlafwelt.de (Matratzen und Betten). Mit Roombeez betreibt Otto zudem ein Einrichten- und Lifestyle-Blog.




Kuscheln mit Startups:Media-Saturn startet mit dem "SPACELAB" Europas ersten Consumer Electronics Retail Accelerator und investiert in Startups aus dem Consumer Electronics Retail-Bereich.


Geht doch. Seit Januar verkauft die Drogeriemarktkette dm auch in Deutschland im Web im eigenen Onlineshop und holt sich später noch einen Youtube-Star als Influencer.



eBay trennt sich im Sommer von Paypal, startet in Deutschland das Treueprogramm eBay plus, launcht einen lokalen Marktplatz in Mönchengladbach und erfindet sich zum Geburtstag auch sonst an manchen Stellen neu.



Otto beerdigt sein Crosschannel-Payment-System Yapital.  Zu wenig Kunden.


Windeln. de geht an die Börse
. Trotz Kursverlusten beim Börsenstart hat der Babyartikelversender einen IPO hingelegt, der noch nachhaltig wirken dürfte. Rund 100 Millionen Euro hatte Gründer Alexander Brand danach für die weitere Expansion in der Tasche.


Alles auf Mobile
: Ein sommerliches Update des Algorithmus von Google bestraft Websites, die nicht für Smartphones optimiert sind. Kein Wunder Google erhält mehr Suchanfragen über mobile Endgeräte als von stationären Desktop-Computern.



In eigener Sache:
etailment startet eine News-Seite bei Xing und das Videoangebot eye2eye. Ein regelmäßiger Video-Talk mit Experten.


Fazit:

(Gif-Quelle: alle Giphy)