Meinungen zum Thema Karstadt: Rainer Bartle ist bei der Münchner BBE Unternehmensberatung Fachmann für Warenhäuser. Zuvor war er bei Hertie Verkaufsleiter für den Regionalbereich Süd und dort zuständig für elf Häuser.

"Das neue Karstadt-Konzept muss sexy sein. Die Kunden sollen ein neues Einkaufserlebnis haben - und das gelingt mit einer völlig veränderten Warenwelt. Wie das geht, wird derzeit gut bei Wöhrl umgesetzt. Dort sorgt Marcus Kossendey, ehemals Generalbevollmächtigter bei Peek & Cloppenburg, für frischen Wind. Karstadt braucht keine Multimedia- und Elektroabteilungen mehr. Dafür muss der Fashion-Anteil auf 60 Prozent des gesamten Sortiments gesteigert werden. Auch Schuhe, Schmuck, Parfüm, Bücher und Schreibwaren gehören in eine Karstadt-Filiale."

Wir haben insgesamt sechs Handelsexperten gefragt, was Karstadt jetzt tun muss, um die eigene Zukunft zu sichern. Hier sind die weiteren Meinungen zum Thema:

Marketing Hubertus von ­Lobenstein, Werbe- und Marketingexperte: "Berggruen muss Markensignale setzen"

Konzept Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI Retail Institutes: "Karstadt braucht eine radikale Veränderung"

Einkauf Professor Dr. Jochen Strähle, Professor für Handel und Dienstleistungsmanagement und Ex-Arcandor-Manager: "Karstadt braucht vereinfachte Einkaufsstrukturen"

Personal Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Unternehmensberatung München: "Karstadt braucht mehr lokales Engagement"

Standorte Jörg Funder, Professor für Unternehmensführung im Handel und ehemaliger Arcandor-Manager: "Karstadt-Filialen haben nur in größeren Städten eine Chance"

Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.