Studie: Unternehmen sind unzureichend auf Wandel der Altersstruktur vorbereitet. Thema gewinnt auch im Einzelhandel an Bedeutung.

Die Unternehmen in Deutschland sind nur unzureichend auf den demografischen Wandel vorbereitet. Das zeigt die aktuelle Studie "Pro 50 - Arbeit mit Zukunft" der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Im Rahmen der Studie wurden 53 Unternehmen aus verschiedenen Branchen über ihre Maßnahmen zur Zukunftssicherung befragt.

Zwar geben rund 96 Prozent der Befragten an, dass sie die Beschäftigung mit dem Thema für wichtig halten. Doch gerade mal 34 Prozent sagen, ihr Unternehmen sei gut oder sehr gut auf den demografischen Wandel vorbereitet.

Wissenstransfer ja, Karriere ab 50 nein

Immerhin: 64 Prozent der Unternehmen geben an, gezielt den Wissensaustausch zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern zu fördern. Als Hauptinstrumente dafür werden systematische Einarbeitungszeiten sowie altersgemischte Arbeitsgruppen und Mentoring-Programme genannt.

Doch nur 23 Prozent der Unternehmen bieten explizit Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter über 50 an. Und gerade mal 17 Prozent verfügen über ein Karrieremodell für diese Mitarbeiter.

Als größte Hürde für das Demografiemanagement nennen die von PwC befragten Unternehmen fehlendes Bewusstsein beim Top-Management. Als weitere Hürden sehen die Befragten das mangelnde Budget sowie die Einstellung des Unternehmens.

Händler sorgen vor

Auch im Einzelhandel müssen viele Unternehmen das Potenzial der älteren Mitarbeiter noch erkennen.

„Es herrscht eine immer größer werdende Verknappung von jungen Fachkräften", sagt Jürgen Pfister, Leiter des Konzernbereichs Personal & Soziales beim Handelskonzern Metro Group, im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Der Handel.

„Ältere Mitarbeiter gewinnen an Wert, weil ihr Können gefragt ist,” sagt Pfister.

Ein Artikel über das Potenzial älterer Mitarbeiter erscheint in der nächsten Ausgabe von Der Handel. Hier können Sie ein Probeheft bestellen.