Vor 40 Jahren eröffnete Rossmann den ersten Markt - und führte damit die Selbstbedienung im deutschen Drogeriehandel ein. Der Wettbewerb folgte auf dem Fuß. Heute gibt es bundesweit rund 9.000 Drogeriemärkte.

Schon ein Jahr vor der Aufhebung der Preisbindung für Drogerieprodukte, nämlich am 17. März 1972, eröffnete der damals 25-jährige Drogist Dirk Roßmann seinen ersten "Markt für Drogeriewaren" in Hannover. 

Das Besondere an der Vertriebsform war das Konzept der Selbstbedienung - damals ein Novum im Drogeriehandel. Es war der Beginn der Erfolgsgeschichte einer Branche. 

Der erste dm-Markt öffnete ein Jahr später in Karlsruhe, 1973 gab Müller sein Debüt in Ulm, und 1975 folgte Schlecker mit der ersten Filiale in Kirchheim unter Teck.  

9.000 Drogeriemärkte

Heute sind die Drogeriemärkte aus der Einkaufslandschaft nicht mehr wegzudenken: dm, Rossmann, Schlecker und Müller kommen zusammen auf bundesweit mehr als 9.000 Märkte, rund 6.000 davon gehören dem inzwischen insolventen ehemaligen Branchenprimus Schlecker. Heute ist dm die Nummer eins, Rossmann rangierte zuletzt beim Umsatz noch auf Platz drei hinter Schlecker. 

Auch wenn sich die Zahl der Drogeriemarktfilialen in Deutschland durch die Insolvenz von Schlecker künftig deutlich verringern wird - dem Erfolg der Drogeriemarktbranche wird dies keinen Abbruch tun. 2011 zählte sie zu den Gewinnern im Einzelhandel und legte trotz eines bereits deutlichen Abschmelzungsprozesses beim Filialnetz, das um 8,3 Prozent zurückging, beim Umsatz um 1,4 Prozent leicht zu.

Das Rossmann-Netz, das sich inzwischen auch über Teile Osteuropas und die Türkei erstreckt, umfasst aktuell 2.531 Filialen, davon 1.612 in Deutschland. 2011 hat die Drogeriekette erstmals die Fünf-Milliarden-Umsatzmarke geknackt. Die Erlöse stiegen um 10,5 Prozent auf 5,12 Milliarden Euro.

Um das Firmenjubiläum werblich gebührend zu feiern, lässt sich Rossmann einiges einfallen: Am 17. März bekommt zum Beispiel jeder 40. Kunde seinen Einkauf geschenkt.