Schwacher Januar, starker Februar. So fällt die Bilanz für den Jahresauftakt im Einzelhandel aus. Getrieben werden die guten Zahlen allerdings von einer kalendarischen Besonderheit - und vom Onlinehandel.

Der Einzelhandel hat im Februar ein deutliches Umsatzwachstum erzielt. Ein Grund war der Kalender - der Monat hatte im Schaltjahr einen Verkaufstag mehr als 2015. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Der Wert ergab sich sowohl beim nominalen wie auch beim preisbereinigten (realen) Umsatz.

Noch im Januar hatten die Händler Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, so dass der reale Umsatzzuwachs für die ersten beiden Monate des Jahres nur 2 Prozent beträgt. Überdurchschnittlich wuchs der Internethandel mit einem realen Plus von 10 Prozent.

Die einzelnenen Branchen

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren gehörte im Februar zu den Gewinnern und setzte preisbereinigt 7,1 Prozent und nominal 7 Prozent mehr um als im Februar 2015. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 7,4 Prozent und nominal um 7,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde preisbereinigt 4 Prozent und nominal 5,1 Prozent mehr umgesetzt als im Februar des Vorjahres.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze preisbereinigt 3,9 Prozent und nominal 3,7 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats.