Mehr Laderaum, weniger Verbrauch: Mit dem neuen Golf Variant auf Basis der siebten Generation des Bestsellers steht ab Ende August die für Flotten und Fuhrparks wohl wichtigste Neuerscheinung des Jahres bei den Volkswagen-Händlern.

Von den ungezählten Spielarten des VW Golf steht nun die für Dienstwagenfahrer, Fuhrparkbetreiber und Flottenmanager wichtigste vor dem Start: Von Ende August an ist Europas mit 30 Millionen Exemplaren meistverkauftes Auto in der siebten Generation nun auch wieder als Kombi zu haben.

Der traditionell Variant genannte Frachter erzielt in Deutschland rund 20 Prozent Verkaufsanteil an der gesamten Golf-Baureihe (Limousine 54 Prozent, Golf Plus 20 Prozent, Cabrio 6 Prozent), auf den Firmenparkplätzen trägt aber jedes zweite Golf-Modell eine große Heckklappe.

605 Liter Kofferraumvolumen - mehr als beim Passat

Dahinter verbergen sich jetzt 605 Liter Kofferraumvolumen (100 Liter mehr als beim Vorgänger und sogar einen Tick mehr als beim größeren Passat), die sich durch Umklappen der Rücksitzlehnen, dank Fernentriegelung auch vom Heck aus, auf 1.620 Liter erweitern lassen. Die Ladefläche misst 1,81 Meter. Dabei ist der Wagen gegenüber dem Vorgänger lediglich um 2,8 Zentimeter auf 4,56 Meter gewachsen.

Möglich macht dies der vielzitierte "modulare Querbaukasten". Die neue Konzernbasisarchitektur für die Kompaktklasse, die im vergangenen Jahr eingeführt und nun in diversen Marken ausgerollt wird, sorgt für eine spürbar bessere Raumökonomie. Der Golf Variant wird damit nicht mehr vom Stufenheckmodell Jetta abgeleitet und folglich auch nicht mehr im mexikanischen Puebla, sondern in Zwickau produziert.

Dieselantrieb ab 22.600 Euro

Neben allen Komfort- und Sicherheitsfeatures der vor einem halben Jahr präsentierten Limousine übernimmt der Golf Variant natürlich auch die meisten Antriebseinheiten. Zum Verkaufsstart stehen drei Dieselversionen mit 77 kW/105 PS, 81 kW/110 PS und 110 kW/150 PS zu Preisen ab 22.600 Euro zur Wahl. Die Benzinerpalette beginnt bei 18.950 Euro.

Die Motoren sollen bis zu 15 Prozent weniger verbrauchen. Das Modell mit 81 kW/110 PS erfüllt bereits jetzt die ab September 2014 gültige Euro-6-Abgasnorm und ist die Basis für eine besonders sparsame "Bluemotion"-Version, die Ende des Jahres nachgelegt wird.

Neuer Spar-Golf soll nur 3,2 Liter verbrauchen

Der zweitürige Golf kann dagegen ab sofort als Bluemotion bestellt werden. In Verbindung mit Sechs-Gang-Getriebe, aerodynamischem Feinschliff und rollwiderstandsoptimierten Reifen soll der Wagen laut Hersteller lediglich 3,2 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen und nur 85 g/km CO-2 emittieren. Vor dem Sparen müssen allerdings mindestens 21.900 Euro Euro investiert werden.

Einen Fahrbericht zum neuen Golf mit 1,6-Liter-Dieselantrieb (77 kW/105 PS), zu den gleichfalls neuen Konzernbrüdern Audi A 3 und Seat Leon sowie dem neuen Herausforderer in der Kompaktklasse, dem Volvo V 40, lesen Sie in der Juli-Ausgabe von Der Handel, die am 10. Juli erscheint.

Bernd Nusser