Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets wird es immer schwieriger, einen passenden Domainnamen zu finden. Inzwischen gibt es auch in Deutschland einen regen Handel mit den begehrten Internet-Adressen.

Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets wird es immer schwieriger, einen passenden Domainnamen zu finden. Inzwischen gibt es auch in Deutschland einen regen Handel mit den begehrten Internet-Adressen.

Auch wenn spektakuläre Domainverkäufe aus den USA (business.com wurde dort für 7,5 Mio. US-Dollar verkauft) in die Schlagzeilen gelangen und oft suggeriert wird, derartige Preise seien an der Tagesordnung: Mondscheinpreise sind bei Domain-Namen selten.

Trotzdem gibt es auch in Deutschland mittlerweile eine sehr rege Aktivität im Markt für Domainnamen. Denn mittlerweile sind fast drei Millionen .de-Domainnamen vergeben, es gibt deshalb keine guten freien Domainnamen mehr. Hier hat sich nunmehr ein Markt für den Kauf- und Verkauf von Domainnamen etabliert, wie er in Amerika schon seit einigen Jahren üblich ist. In dem stark zersplitterten Markt mit vielen kleinen Domainbörsen haben sich sedo.de (25.000 Domainnamen plus 900.000 via Metasuche) und domain-agent.de (11.000 Domainnamen) als die beiden Marktführer bisher durchgesetzt.

Bis jetzt ist das Angebot noch deutlich größer als die Nachfrage, da das Erwerben eines guten Domainnamens bis jetzt noch nicht Standard ist. Trotzdem wickeln allein die großen Domainbörsen monatlich 50-100 (sedo.de) und 20-30 (domain-agent.de) Transaktionen ab, mit einer Steigerungsrate von über 30% pro Monat. Hierbei sind jedoch Preise von 100-1000 DM in der Überzahl, für einige Domains werden jedoch auch einige tausend DM bezahlt. Seltener angeboten werden hochkarätige Domainnamen, die aufgrund der Tatsache, dass sie meist über 1000 Besucher im Monat ohne Werbung anziehen (vergleichbar mit einem Ladengeschäft auf der Düsseldorfer "Kö"), gut und gerne 100.000 DM oder mehr wert sind.

Der Markt ist gegenwärtig noch von rechtlicher Unsicherheit geprägt. Jedoch hat sich die Erkenntnis, dass der Domainmarkt kein rechtsfreier Raum ist (Stichwort "Domain-Grabbing"), bei korrekter Rechtsanwendung Domainnamen aber ein normales, handelbares, Wirtschaftsgut darstellen, unter den meisten Akteuren im Markt durchgesetzt. Dazu beigetragen haben unter anderem die ‚Aufklärungsarbeit' einer der großen Rechtsinformationsseiten zu diesem Thema, domain-recht.de, und die rege Diskussion in einschlägigen Forum wie domain-people.de. Fachleute erwarten deshalb für die Zukunft, dass der Handel mit Domainnamen deutlich häufiger und gebräuchlicher wird.


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Internet: www.sedo.de
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