Der Modeanbieter Ludwig Beck steuert nach eigenen Angaben auf ein Rekordjahr zu: Im ersten Halbjahr 2012 hat der Münchner Textilhändler Umsatz und Ertrag gesteigert.

Der Textilhandel beklagt sich aktuell über das miese Sommerwetter und muss Umsatzeinbußen hinnehmen. Dagegen wächst der Textilanbieter Ludwig Beck: In den Monaten Januar bis Juni 2012 hat der Münchner Modekonzern einen Bruttoumsatz von 45,9 Millionen Euro erwirtschaftet - ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011

Auf vergleichbarer Fläche fiel der Zuwachs mit 3,9 Prozent noch deutlicher aus. Der Textilhändler hatte 2011 eine unprofitable Filiale in Augsburg geschlossen.

Stammhaus mit Löwenanteil

Hauptumsatzbringer bleibt mit 44,3 Millionen Euro das Stammhaus am Münchner Marienplatz. Das "Kaufhaus der Sinne" steigerte die Umsätze um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das EBIT (operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern) übertraf im 1. Halbjahr 2012 mit 4,6 Millionen Euro den Vorjahreswert um 42,1Prozent - auch dank geringerer Kosten.

"Haben Firmenkonjunktur selbst in der Hand"

Im Zuge der Konzentration auf das Stammhaus am Münchner Marienplatz wurde die Esprit-Filiale im Olympiaeinkaufszentrum zum 30. Juni 2012 veräußert. Der Verkauf wirkte sich mit 200.000 Euro positiv auf die Ertragszahlen des ersten Halbjahres 2012 aus.

"Der Ertragsverlauf im 1. Halbjahr zeigt, dass wir die Erfolgsfaktoren unserer Firmenkonjunktur selbst in der Hand haben", sagte Vorstand Dieter Münch. Der Onlineshop und Aktivitäten im Kosmetikbereich sollen im weiteren Jahresverlauf für Zusatzumsätze sorgen.

Das Management bestätigte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr, die ein filialbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 2 und 3 Prozent und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen 10 und 12 Millionen Euro vorsieht.